#81 Warum KI uns nicht die Fantasie raubt – mit Jenifer Becker

Shownotes

Künstliche Intelligenz schreibt Texte in Sekunden – doch die Ergebnisse sind oft erschreckend generisch und banal. Für die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Jennifer Becker ist diese geglättete "Vanilla-Sprache" der populären Textroboter jedoch kein Grund zur Verzweiflung. Im aktuellen Monopol-Podcast "Fantasiemuskel" erklärt sie, wie die Arbeit mit KI uns sogar vom romantischen Kult um das literarische Genie befreien kann. Denn die Maschinen führen uns ganz pragmatisch vor Augen, dass die meisten Ideen auf der Welt ohnehin schon existieren.

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00:00:00: Jennifer Becker ist Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Postdoktorantin am Literaturinstitut Hildesheim.

00:00:06: Ihr Debüro mahnt Zeiten der Langweile wurde mit Dave Eggers The Circle vergleichen.

00:00:12: Sie leitet das AI Lab Kit in dem Studierende gemeinsam mit neuronalen Netzwerken literarische Texte schreiben.

00:00:19: Soweit die Fakten!

00:00:20: Jetzt ist interessant Was folgt es KI generiert?

00:00:23: Eine künstliche Intelligenz hat Jennifer Beker für uns recherchiert Und folgendes Profiler stellt Sie ist nonsiert, nicht polarisiert.

00:00:33: Man sollte sie nicht in eine KI-Böseecke drängen denn sie experimentiert selbst aktiv mit der Technologie.

00:00:39: Ihr Roman ist ein guter Gesprächsanker weil er von digitalen Kontur handelt aber nicht wörtlich von KI.

00:00:45: Das Urheberrechtsthema ist ihre schärfste Position.

00:00:48: Gut für produktive Spannung Und sie ist akademisch aber nicht trocken.

00:00:53: Rezensionen beschreiben ihren Stil als humorvoll und popkulturell.

00:00:58: Ob das stimmt, finden wir jetzt heraus.

00:01:01: Willkommen beim Phantasiemuskel dem Monopoul-Podcast über Kunst-, Wirtschaft und gesellschaftliche Transformation heute live von der Leipziger Buchmesse.

00:01:10: Mein Name ist Alexander Lutke

00:01:12: Und mein Name ist Friedrich von Borjes.

00:01:29: Schön dass du da bist Jennifer.

00:01:32: Hallo, vielen Dank für die Einladung.

00:01:35: Normalerweise fragen wir als erstes, wie man zu dem Thema in deinem Fall zum Schreiben gekommen ist?

00:01:42: Vorher würde ich gerne wissen, fühlst du dich von der KI in ihrer Profilbeschreibung angemessen repräsentiert?

00:01:50: oder würdest du sagen ne es ganz anders!

00:01:52: Ich polarisiere doch total und bin auch echt nicht humorvoll.

00:01:57: Ich finde es erstaunlich adäquat, also bin eher überrascht dass da nicht viel seltsamere Dinge drin stehen.

00:02:05: Ich hänge noch so ein bisschen an der Beschreibung fest ist nonsiert und nicht polarisierend.

00:02:10: ich weiß nicht genau was das bedeuten soll und finde es ganz interessant dass mir das Urheberrecht als meinen schärfsten Diskussions- oder Kritikpunkt zugeschoben wird.

00:02:23: darüber sprechen wir heute bestimmt auch noch Aber das hätte ich glaube nicht herausgearbeitet.

00:02:29: Okay, dann gehen wir jetzt in den normalen Modus ohne KI und fragen dich zum Kennenlernen erst mal wie bist du Schriftstellerin geworden oder ab wann wird man überhaupt?

00:02:41: Oder ist man überhaupt Schriftstellerin?

00:02:43: muss man dazu schon den Roman geschrieben haben oder es nur vorhaben zu tun?

00:02:48: und ja was war da dein Weg?

00:02:50: Das ist eine sehr spannende Frage.

00:02:52: Ich könnte jetzt so ganz Klischeehaft antworten, dass ich immer schon schreiben wollte und da schon immer irgendwie ein Interesse an Sprache und dem Geschichten erzählen hatte.

00:03:06: Es ist leider auch so klischeehaft.

00:03:07: also wenn eine KI diese Geschichte von mir schreiben würde, würde sie auch hier nicht lügen.

00:03:14: Und ich bin mit einem... Ich glaube zum Schreiben auch gekommen weil ich eine riesige Faszination hatte für eine Schreibmaschine die meiner Mutter gehört hat.

00:03:23: Und ich fand das ganz als Kind total spannend, darauf wieso zu lernen wie man Texte schreibt und habe dann so ein Zehnfinger analog Buchkurs für mich selbst gemacht den sie da rumliegen hatte und hatte einfach Lust am tippen.

00:03:38: Und ich glaube, da musst du zwangsweise eine Geschichte erzählt werden.

00:03:41: Weil man irgendwas tippen musste nachdem dann dieses efefef irgendwann funktioniert hat und das ist ein skill den schreibe ich mir immer noch hoch an.

00:03:50: Ich habe letztens so einen test gemacht.

00:03:52: Man kann so ein speedtest machen wie schnell man schreibt und ich bin extrem schnell.

00:03:57: Das wird mir immer als sehr hoch angerechnet dass sich super schnell tippe kann.

00:04:02: Du warst der eher zwölf oder er achtzehn?

00:04:05: Eher fünf oder sechs

00:04:08: EFEF mit fünf sechs, okay.

00:04:10: Und jetzt könnte man ja sozusagen schön klischeehaft weiterspinnen, dass der Weg von der Schreibmaschine zur KI dann ja vorgegeben war.

00:04:21: Naja aber jetzt ja nicht so rückblickend mehr anschauen könnten wir natürlich so einen inhaltlichen Spannungsbogen ziehen das ich scheinbar immer schon auch an der Schreibteknologie interessiert war.

00:04:30: wo interpretiere ich jetzt mal frei hinein.

00:04:33: Natürlich bin ich auch am Geschichten erzielen, interessiert und bin dann relativ klassisch über ein Journalismusstudium zum Schreiben gekommen.

00:04:44: und dann zum literarischen schreiben.

00:04:47: also auch das ist relativ linear könnte man fast sagen.

00:04:51: aber nochmal vom literarische schreiben hin zur Produktiven auseinandersetzung mit KI ist ja auch noch mal eine Entscheidung, die nicht selbstverständlich ist.

00:05:01: Das könnte man jetzt mit diesem Technik fetisch und der Schreibmaschine begründen.

00:05:05: aber wir wollen ja nicht hallucinieren sondern wirklich wissen wie bist du?

00:05:09: Ja was war das für eine Entscheidung die wahrscheinlich auch von manchen kritisch gesehen wird.

00:05:17: Die ist so teils von außen an mich herangetragen worden.

00:05:19: Teilweise hat das so ein Interesse, in mir ist es gestoßen könnte man sagen.

00:05:24: und zwar kam eine Kollegin irgendwann auf mich zu Dagmarra Kraus die auch Lürikerin ist und hat mich informiert über schreibende Systeme Und meinte dann, hast du schon gesehen?

00:05:38: Es gibt jetzt solche Maschinen.

00:05:39: Die können Texte schreiben und das war im Jahr, ich glaube, zwei Tausend zwanzig.

00:05:43: da gab es dann eher noch so diese Beta Version für die konnte man sich anmelden bei OpenAI auf dem Playground.

00:05:50: Und dann haben wir das auch gemacht oder sie hat das gemacht und wir waren total fasziniert davon weil wir eben als Künstlerin als Schreibende, die nicht so viel mit computergestützter Lingoistik zu tun haben.

00:06:04: Für uns war das sehr, sehr neu und wir haben dann beschlossen lasst uns doch mal ein Seminar dazu geben.

00:06:10: Und dann haben wir uns Zugänge geholt.

00:06:13: da konnten dann auch im Jahr ist es ein etwas größeres Seminar zu dem Thema anbieten Und das hat natürlich meinen Interesse angefacht, also da überhaupt sich mit zu beschäftigen.

00:06:25: Der Gmarra Kraus hat sich eher für den lyrischen experimentellen Bereich interessiert – ich als Prosa-Autorin eher für das Erzählen mit diesen Maschinen und das war eben noch vor JetGPT.

00:06:37: Das heißt wir haben mit ganz anderen Systemen gearbeitet als wir die jetzt kennen in dieses Thema reingekommen.

00:06:48: Ich muss aber auch sagen, was mich fasziniert und auch immer noch fasziniert an diesen Systemen sind Fragen nach woraus besteht eigentlich eine Geschichte?

00:06:57: Lässt sie sich schematisieren, was sind die Bausteine einer Geschichte?

00:07:01: Ich habe promoviert zur Literatur, zur Genre-Literatur, Pop-Litteratur Und bin sehr daran interessiert an der Frage, was denn eigentlich die Bausteine einer Geschichte?

00:07:13: Das ist ja auch fast schon wieder sehr, sehr antiquiert und rückschrittig.

00:07:17: Dass man sich auf Prop oder formalistische Strukturen bezieht aber ich fand das irgendwie interessant!

00:07:24: Also diese Frage nach wie lässt sich das automatisieren?

00:07:27: Weil ich sehr viel damit anfangen konnte und selbst auch manchmal so schreibe, dass ich mir eine Notiz setze.

00:07:32: Hier müsste ich jetzt zeigen, dass Person X ganz stark an Kaffee interessiert ist.

00:07:38: Hab aber den Satz noch nicht gefunden!

00:07:42: Du hast parallel oder kannst du nochmal vielleicht zum zeitlichen Verlauflöcher sagen, aber ein Buch geschrieben wo die Protagonistin sich versucht komplett abzukapseln von sämtlichen Digitalen.

00:07:55: War das nachdem du mit KI gearbeitet hast als impolene Reaktion?

00:08:00: oder währenddessen?

00:08:02: und wie passt es sozusagen mit deiner eigenen Praxis zusammen, die du ja jetzt schon ein bisschen geschildert hast?

00:08:06: Wo du sehr viel mit KI experimentierst, arbeitest, produzierst vielleicht auch.

00:08:11: Nachher nochmal drüber sprechen!

00:08:13: Ja, die Frage begegnet mir tatsächlich häufiger, weil das alle Leute immer als so ein Paradox wahrnehmen.

00:08:18: Ich muss kurz zurückrechnen – das Buch kam im Jahr neunzehntzig raus, also habe ich es zweiundzwanzig abgegeben, also ungefähr einundzwenzig ernsthaft dran geschrieben.

00:08:27: Das war eben noch vor GPPT und hat auch….

00:08:31: Es ist keine autobiografische Geschichte sondern eher eine Beobachtung.

00:08:37: Und das passiert auch immer mehr.

00:08:39: Habe ich den Eindruck, so eine viel größere Sensibilisierung gegenüber digitalen Technologien, Social Media Nutzung aufgekommen ist vor allen Dingen nach Corona.

00:08:50: Also habe ich mich angefangen auch kritisch mit Digitalität auseinanderzusetzen, vor allem kritisch auch mit der Nutzungen und hab daraus eben einen Roman geschrieben von einer Person die sich versucht aus dem Internet zurückzuziehen ihre komplette Geschichte eigentlich löschen möchte.

00:09:07: Das ist aber natürlich kein Happy End, sondern es ist im Grunde eigentlich so ein Obsessives aus der Welt aussteigen wollen.

00:09:16: Und am Ende landet meine Protagonistin dann auch auf einer norwegischen Insel und will sich eigentlich ganz aus der Weltsurück ziehen weil natürlich dieser Ausstieg aus Digitalität nicht möglich ist.

00:09:27: wir sind eben so verboben mit digitalen Digitalität, dass es eben keinen Außen gibt.

00:09:35: Sondern das ist unsere Realität und ich glaube auch gerade mit KI.

00:09:40: dieses Thema wir wollen eigentlich alle auf dem Insel und irgendwie zurück und unsere Club Handys wieder haben ist glaube ich auch wieder ein relevantes Thema, aber eben auch eine Wunschvorstellung die so gar nicht wirklich einlösbar ist.

00:09:54: Weil auch wenn ich sage, ich möchte keine generative KI nutzen, nutzen wir sie permanent.

00:09:59: also wir starten irgendeine Suchanfrage.

00:10:01: Ich glaube DuckDuckGo hat mittlerweile auch den KI-Modus.

00:10:05: Also auch Browser, die eben nicht Google sind arbeiten mittlerweile damit und das steckt natürlich noch in ganz anderen Systemen.

00:10:12: Du nutzt die KI auch mit deinen Studierenden?

00:10:17: In Hildesheim im AI Lab Kit.

00:10:21: Mich würde interessieren, was ist das AI Lab-Kit für?

00:10:23: Was steht vielleicht auch der Name und was machst du da?

00:10:27: Ist es ähnlich zu den Experimenten die du mit dir selbst beschrieben hast oder bist jetzt strukturierter?

00:10:33: Ja, da müssen wir vielleicht kurz in so eine bisschen wie die Hochschulstruktur... Das ist ein Drittmittelprojekt gewesen erst mal ein kleineres Projekt über das Land Niedersachsen finanziert wurde dann nochmal ein größeres Projekt Das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehrer finanziert wurde für zwei Folgejahre.

00:10:50: Und ich habe diese Anträge geschrieben und deswegen auch durchgeführt, die Projekte als Projektleitung.

00:10:57: Es ging erst mal darum ganz am Anfang – das war dann eben noch im Jahr-Zwei-Tausend-Zweihundzwanzig -, dass wir erstmal Grundlagenwissen zum kreativen Schreiben mit sogenannte künstlicher Intelligenz zusammentragen und uns auch in experimenteller Lehre mit Studierenden damit auseinandersetzen.

00:11:15: Und wir haben in dem Zug Artikel geschrieben, hatten so ein Blog und sind dann weitergegangen im nächsten Projekt auch eine Art KI-Labor einzurichten.

00:11:27: Im Grunde arbeiten wir da in experimentellen Seminarformen zusammen mit Studierennen und schauen uns aus ganz verschiedenen Perspektiven das Thema an.

00:11:38: ein kritisches Lektüre-Seminar sein, indem wir uns Positionen anschauen die sich mit digitaler Literatur auseinandersetzen.

00:11:47: Das kann aber auch ein ganz angewandtes Seminar sein wo wir mit verschiedensten KI-Softwares versuchen eine Romane zu schreiben.

00:11:55: also wir haben ins letzte Semester beispielsweise versucht einen Trash Roman zu schreiben und dann gucken wir natürlich an was ist eigentlich Trash?

00:12:03: Was sind das für Konzepte?

00:12:05: und dann probieren wir dieses Thema aus.

00:12:09: Mich würde da auch nochmal interessieren, wie du in deiner eigenen Arbeit das Verhältnis von der Autoren und der Wissenschaftlerinnen formulieren würdest.

00:12:21: Weil es gibt ja schon das romantische Bild des Schriftstellers, der Schriftstellerin wo das so aus einem rauskommt mit so einer Dringlichkeit.

00:12:33: Du beschreibst jetzt eher so einen analytischen, ja klar ich will ein Treschromann schreiben.

00:12:38: Man muss erst mal analysieren wie Tresche überhaupt funktioniert und das klingt ja fast so schematisch oder?

00:12:44: du hast vorhin gesagt mich interessiert auch aus welchen Bausteinen... Ich hoffe es zitiere richtig aus welchem Baustein eine Geschichte besteht die man erzählt.

00:12:54: also wie muss ich mir das vorstellen?

00:12:58: Dein Verhältnis zwischen dieser kreativen Schreiberin, die an ihrem Schreibtisch sitzt sich im Idealfall auch noch quält und unheimlich leidet bis die Geschichte entsteht.

00:13:10: Und der analytischen Wissenschaftlerin, die ja wahnsinnig schnell schreiben kann mit Ihrem EFEF-System und ganz präziser heraus analysiert hat wie jetzt die erfolgreiche Geschichte zusammengebaut ist?

00:13:25: Ja I wish.

00:13:26: natürlich habe ich das nicht rausgefunden.

00:13:29: vielleicht dazu kurz eine Anekdote dass meine E-Mails schon öfter, dass ich wirklich öfter schon gefragt wurde.

00:13:34: Sag mal da arbeitest du ja mit einer KI?

00:13:36: Die sind immer so ganz toll aufgebaut.

00:13:38: wie machst Du das denn?

00:13:39: und dann bin ich immer ganz offendet weil ich sage hey ich schreibe die selbst und dann denken die Leute immer Ich bin selbst eine KI.

00:13:46: also vielleicht ist diese Art des Sprechens irgendwie KI konform und deswegen kann ich mich irgendwie identifizieren mit diesem Thema.

00:13:55: aber davon abgesehen ja dieses Schreiben das aus mir herauskommt Ich weiß nicht.

00:14:01: Ich glaube, diese Phasen gibt es natürlich die gäbe ist auch noch viel mehr.

00:14:05: wenn ich keinen Job haben müsste wo ich Geld verdiene würde ich natürlich gerne auf der norwegischen Insel mich zurückziehen und zwei Jahre lang nur manisch schreiben.

00:14:16: aber dadurch dass sich an so Semesterzeiten gebunden bin ist das relativ bei mir recht eingegrenzt, dass meine wirklich aktiven Schreibzeiten sind immer an den Semesterferien.

00:14:28: Ich kriege das nicht so gut hin im Semester literarische Texte zu schreiben sondern da bin ich dann in diesem Wissenschaftsmodus und brauche dann wirklich zwei oder auch drei Monate wo ich mich in diesen anderen Modus eben reinbegeben kann.

00:14:40: Und ich denke dieses schematische an Texte hineingehen oder herangehen habe ich sogar nicht richtig beim eigenen literarischen Prozess.

00:14:52: Ich glaube, da ist noch eine Sehnsucht dahinter.

00:14:54: Ich wünschte ich würde das so machen weil ich immer sehr viel abschweife oder neu sortieren muss eigentlich ganz anders schreibe und vielleicht ist es eher so ne Sehensucht danach?

00:15:03: Ah, gäbe es nicht!

00:15:04: Dieses Muster... Wie ist das denn?

00:15:07: wenn ich meine Heldenreise ausprobiere geht bei mir immer schief.

00:15:10: Ich weiß nicht wie das andere Autorin machen die vielleicht nach Plotz schreiben.

00:15:15: Ich bewundere das total.

00:15:17: Ich überleg mich dann im Plot und dann bin ich irgendwo ganz anders Und habe das von mir vorher überhaupt nicht so überlegt.

00:15:25: Wie gehst du dann auch in der Lehre damit um?

00:15:28: Insbesondere welchen Prozess lährst du denn oder lernst du genau diesen Prozess, also dem irgendwie nicht so richtig einen Prozess gibt und was kommt dabei raus.

00:15:38: Mir würde noch interessieren wie vielleicht auch was du persönlich gerade so produzierst oder kontinuierlich produzierest und was du auch im Rahmen der Lehren produzierts zusammen mit den Studierenden.

00:15:49: Ja erstmal zur Lehre Da wir jetzt gerade in den letzten drei Jahren recht viel mit KI gemacht haben, da sind sehr unterschiedliche Dinge rausgekommen.

00:15:59: Da war auch mein Lehransatz ein anderer als wenn ich mich mit Studierenden und ihren Romanen auseinandersetze.

00:16:05: also es ist schon eine sehr andere Ansatz weil es in Textwerkstätten, in der Arbeit mit den Texten von Studierende natürlich eher darum geht herauszufinden Wo sind gerade die Probleme?

00:16:17: Wo stockt das, wie können wir den Prozess irgendwie verändern, Feedback geben.

00:16:22: Da würde ich glaube ich niemandem empfehlen.

00:16:25: Mach doch erstmal jetzt ein Schema daraus!

00:16:29: Natürlich gebe ich manchmal auch Seminare zu Figuren entwickeln, Plotten... da gucken wir uns genau diese Methoden an, die auch in Schreibratgebern immer wieder benannt werden aber die problematisieren wir auch.

00:16:40: also das ist ganz klar.

00:16:43: Also ich glaube so dieses schematische Herangehen anschreiben würde ich davon eher ausschließen.

00:16:49: und in den Seminaren mit Studierenden sind ganz fantastische Sachen rausgekommen.

00:16:54: Wir haben letztes Jahr im Sommer, haben wir uns die Frage gestellt können wir ein Dada-Schreiben mit Sprachmodellen oder wollten einen Dada Bot bauen?

00:17:02: Und da haben wir uns ein Semester lang mit Dada beschäftigt.

00:17:06: Sehr, sehr kritisch mit der geglätteten Sprache von populären Sprachmodellen – also wir kennen ja alle, wissen ja alle wie die Antworten und das ist ja total langweilig!

00:17:16: Auch selbst wenn wir ChatGPT-Fragen schreibt mal was dadermäßiges kommt ja der größte Käse raus.

00:17:22: Das heißt sie haben uns da relativ viel reingearbeitet und einen Studierender Axel Schmidt-Barser hat mithilfe von Vibecoding Das heißt, wenn ich eben mit einem Sprachmodell zusammen ... Ich gebe ihm Anweisung dem Modell natürlicher Sprache und kann damit Code schreiben.

00:17:39: hat ein Code produziert, wir haben einen Open Source Modell damit trainiert und der Bot wurde dann noch in so eine Installation überführt.

00:17:48: Also es ist total spannend was da rausgekommen ist.

00:17:51: Wir haben auch schon Texte geschrieben, Religionen generiert.

00:17:55: Es gibt experimentelle Lyric-Texte Es gibt interaktive Storytelling Projekte.

00:17:59: also das ist wirklich sehr sehr unterschiedlich.

00:18:03: Im Trash Seminar ist tatsächlich viel ein generisches Zeug rausgekommen, weil wir mit einem Programm gearbeitet haben.

00:18:09: Das heißt Zudo-Ride.

00:18:11: und da sich Studierende relativ schnell irgendwie so'n bisschen gelangweilt haben und meinten es ist einfach so langweilig und schematisch was diese Maschine produziert dass sie relativ schnell auch das Interesse verloren haben Es gab einen Text die fand ich großartig dass ich ein Studierender lernt, aber auch selbst mit eingeschrieben.

00:18:31: Das heißt wirklich spannend wird es dann wenn du deine eigene Stimme mit einbringst.

00:18:37: Das sind dann gute Texte die machen Spaß, aber dieses simple Generieren ist immer ganz langweilig.

00:18:43: Ich glaube da steckt ja noch so eine dritte Aspekt drin.

00:18:45: wie arbeite ich selbst damit?

00:18:47: Ja also ich arbeite... ich definiere dann meistens erstmal nochmal meine Rollen.

00:18:52: das haben wahrscheinlich gerade alle schon irgendwie verstanden, dass ich einmal akademisch arbeite.

00:18:58: Selbst aber auch literarisch-künstlerisch und auch hier habe ich unterschiedliche Arbeitsmodi.

00:19:04: Einmal habe ich einen künstlerischen Forschungsansatz wo ich explizit mich mit generativer KI auseinandersetze und experimentelle Texte dazu verfasse.

00:19:17: Ich habe letztes Jahr mich vor allem mit autobiografischem Schreiben und generativer KI beschäftigt.

00:19:24: Und einen Text über den Sterbeprozess meiner Großmutter geschrieben, und hab dafür mit einem älteren Modell Gespräch geführt.

00:19:32: Mir auch die Frage gestellt, lassen sich überhaupt autobiografische Texte mit KI formulieren?

00:19:37: Es ist so eine Art Essay geworden!

00:19:40: Ich arbeite gerade mit Josefine Soppa auch an so einem Textprojekt, wo wir jetzt auch mit dem Thema auseinandersetzen.

00:19:47: Was immer auch irgendwie bedeutet wie wir reflektieren die Technik mit, wir reflektionen die Sprache mit.

00:19:53: Das sind auch mal Sachen, die selbst in die Texte mit einfließen.

00:19:56: Ich habe mit Roland Guese einmal einen Experiment gemacht, wo ich eine Kurzgeschichte geschrieben haben mit einem Sprachmodell und uns... überlegt haben, dass wir da gar nicht eingreifen.

00:20:07: Nur mit Prompt!

00:20:08: Das war auch total spannend und hat auch Spaß gemacht.

00:20:12: Also das sind solche Sachen, mit denen setze ich mich auseinander in meiner künstlerisch-experimentellen Praxis und deepfake mich auch total gern.

00:20:20: Ich habe ein Sprachmodell Feintuning vorgenommen mit einem Sprachmodell auf Grundlage meiner eigenen Texte und hab daraus dann wieder experimentelle Passagen generieren lassen und das war auch ganz ganz... Abgefahrenes Projekt, das sehr viel Spaß gemacht hat.

00:20:35: Und in meiner Prosa-Praxis könnte man sagen, will ich eigentlich gar nicht so viel mit generativer KI zu tun haben?

00:20:43: Das hat sich jetzt ein bisschen verändert weil ich glaube auch Alltagspraktiken haben sich verändert.

00:20:48: vor zwei Jahren war es glaube ich noch nicht so normal dass wir uns alle vielleicht einen Sprachmodell gewendet haben sondern am erst mal Wikipedia Artikel gelesen Sachen er googelt.

00:20:58: aber ich merke auch hier Trotz dieser ganzen Vorbehalte, die ich habe, finde ich es manchmal echt bequem.

00:21:04: Wenn ich irgendwie gerade nicht weiter weiß mit einem kurzes Gespräch oder einem Sprachmodell zu führen und so ein bisschen drüber nachzudenken wie könnte denn Wetzlar im Jahr neunzehntonzechsundfünfzig aussehen?

00:21:19: Was haben dann die Leute gemacht?

00:21:21: Wie hießen sie Kneipen?

00:21:23: also in so einen Dialog einzuseigen und das ist schon macht schon Spaß muss ich sagen auch wenn Eigentlich immer wieder auch drüber nachdenken sollten wir die Systeme überhaupt benutzen.

00:21:34: Es gibt ja auch gerade die Kampagne Quid-Chatchy-PC, also diese problematischen Aspekte.

00:21:38: wie sind uns alle mittlerweile glaube ich darüber bewusst?

00:21:42: Bevor wir jetzt in die KI Kritik einsteigen was sich heranbietet wenn du von den problematischem Aspekten berichtest würde ich doch noch eine Frage zu deinem Verhältnis zu den Studierenden berichten.

00:21:53: für mich Ich bin Anfang Fünfzig gehörst du zu einer jungen Autorinnen Generation die auf interessante, experimentelle Weise neue Techniken von Schreibmaschine bis KI explodiert.

00:22:04: Deine Studierenden sind jetzt aber noch mal ungefähr so viele Jünger wie du als du jünger bist wie ich.

00:22:11: Ich weiß nicht ob das jetzt grammatikalisch richtig war, aber ich glaube sie wissen was ich meine.

00:22:16: Ist deine Position für die auch sozusagen neu und technikoffen?

00:22:22: oder finden dass du total dated bist, weil du keine Ahnung dich nicht von TikTok inspirieren lässt.

00:22:29: Was du ja vielleicht machst?

00:22:30: oder finden die das du überhaupt nicht genug kritische Distanz zu den Medien hast, die du benutzt und dann affirmativ begeistert bist?

00:22:38: Also wo stehen die da mit?

00:22:40: ich weiß es nicht irgendwas zwischen siebzehn und neunzehn wahrscheinlich zu euch kommen?

00:22:45: haben die ein romantisches Schriftsteller in einem Bild?

00:22:48: oder sind die viel mehr tacky als wir uns das im Moment vorstellen?

00:22:53: Nee, die sind total skeptisch gegenüber generativer KI.

00:22:57: Das finde ich total interessant.

00:22:59: also da gibt es bei uns im Fachbereich eine große große eigentlich sehr so eine Müdigkeit fast schon aus einer Diskursmüdigkeit überhaupt immer wieder damit konfrontiert zu werden darüber nachzudenken.

00:23:11: Ich glaube der ist dann natürlich auch so ne Sehnsucht da als bin ich an einem Schreibinstitut.

00:23:16: jetzt will ich mich mit den ganz großen Romanen Themen auseinandersetzen und vielleicht gar nicht so viel mit Digitalität zu tun haben.

00:23:25: Es ist ganz spannend, es spiegelt sich auch so ähnlich in anderen Schreibinstituten, mit denen ich vernetzt bin.

00:23:32: zum Thema KI weil wir da verschiedene Projekte haben.

00:23:34: also da herrscht eher eine Art KI Skepsis vor allen Dingen im literarischen Bereich, wofür natürlich dann trotzdem alle die Modelle nutzen ist.

00:23:45: Dann doch mal eine Hausarbeitsfrage also eine Forschungsfrage entwickeln.

00:23:49: Also ich glaube auch in diesen Alltagspraktiken ist das schon total angekommen.

00:23:53: aber da solidarisieren sich natürlich die jungen Leute auch stark mit Schriftstellerinnen, die eben sich gegen Urheberrechtsverletzungen einsetzen.

00:24:02: Also diese sind eigentlich eher würde ich sagen großteilig dagegen.

00:24:06: Dann gibt es aber extreme Das finde ich auch spannend.

00:24:09: Die sagen, ich kann ohne ChatGPT gar nicht mehr schreiben weil das mittlerweile meine Assistenz geworden ist und eine Dialogassistenz und ich find es total produktiv.

00:24:19: Das ist aber eher die Minderheit.

00:24:22: D.h.,

00:24:22: diese KI-Kritik ist sehr stark angekommen.

00:24:25: Ich glaube alle sind so ein bisschen... gelangen weit mittlerweile von den Schreibweisen, zumindest dieser populären Modelle.

00:24:34: Und wirklich spannend wird es ja dann auch eher in Richtung experimentelle Literatur und da muss man natürlich auch so eine Interesse für mitbringen.

00:24:41: also das wollen nicht alle Experimentelle digitale Texte produzieren, sondern einige wollen eben einfach auch einen Roman schreiben und nicht über Chatchi Pity reden.

00:24:50: Das heißt da gibt es schon nochmal würde ich sagen Unterschied.

00:24:54: Ich bin trotzdem davon überzeugt dass wir ganz ganz unbedingt das in der Lehre abbilden müssen weil ist eine riesige Veränderung der ganzen Schrift der Sprache die Art und Weise wie geschrieben wird mit sich bringt.

00:25:05: also ich glaube Sand in den Kopf stecken ist auch nicht der richtige Weg Kopf in den Sand stecken, so rum.

00:25:15: Meine KI hat recherchiert, dass du vierundzwanzig gesagt hast die Nachteile überwiegen explizit diese generische sich wiederholende.

00:25:24: ich entnehme von dem was du jetzt gerade gesagt hast das du nach wie vor die Meinung hast.

00:25:29: falls dem so sein sollte interessiert mich trotzdem was genau daran nicht.

00:25:34: Ich

00:25:34: kenne natürlich diese Gedankenstriche zum Beispiel Wo ich, wenn ich irgendwelche LinkedIn-Posts oder so sehe mit diesen M-Dashes nicht mehr lese.

00:25:43: Weil ich irgendwie diese starke Unterstellung habe, die es KI generiert.

00:25:49: Vielleicht kannst du da noch mal mitnehmen was genau deine Beobachtung ist und sie muss dann in dieser... Was ist das genauso generisch?

00:25:54: Und was nervt dich am meisten sozusagen?

00:25:58: Ja, ich glaube mich nervt am meisten gerade wirklich diese ... das ist je nach System unterschiedlich.

00:26:03: Aber das haben alle Sprachmodelle, also alle Populären auch Claude Lama,

00:26:07: G.P.T.,

00:26:08: so ein bisschen einen Wandel durchgemacht mit was sie unter literarischem Schreiben verstehen.

00:26:13: mittlerweile so ein ganz fast ellipsenartiger Stil geworden.

00:26:18: Viele Kommata, viele Bewegungen werden so hintereinander gesetzt und das ist natürlich interessant.

00:26:24: ich vermisse total.

00:26:25: die alten Sprachmodelle kann man natürlich auch noch irgendwie bespielen wie GPTJ, GPTX Neo diese ganz pragmatisch und kühl so Sätze einfach rausgestellt haben nicht sowas wie ja.

00:26:37: jetzt schreibe ich ihnen einen ganz treuen Text über Thema X was sie angefordert haben Die Buchmesse Ratternde Geräusche, das Klirren von Geschirr.

00:26:46: Und dann kommen irgendwie noch so fünf Aufzählungen und dann bin ich schon so ah nee.

00:26:50: Das haben die Modelle früher überhaupt nicht gemacht.

00:26:52: Da wurde so ein rotziger Satz rausgeworfen und der hat total spannend, das fand ich großartig.

00:26:58: Ich habe so einen Newslettertext letztens auch genau darüber geschrieben dass sich die alten Modelle sehr stark vermisse.

00:27:04: Die sind auch viel unfreundlicher.

00:27:06: also Genau was mich eben am meisten langweilt.

00:27:09: aktuell ist wirklich die Text Produktion.

00:27:12: Es gibt natürlich und darüber wurde heute schon ganz, ganz viel gesprochen auch im Panel davor riesige Unterschiede.

00:27:18: wie nutze ich so ein System?

00:27:20: Habe ich einen Agent?

00:27:22: habe ich vorher meine Texte da reingegeben?

00:27:24: Wie sieht der Prompt aus?

00:27:26: Ich kann auch relativ schnell diese langweilige Sprache verändern indem ich einen Prompt dahinter setze und sage schreibe nur kurze Sätze ohne Adjektive oder schreibe im Stil von Friederike Mayröcke.

00:27:39: Klar ist es vielleicht geklaut, I don't know.

00:27:41: aber wir klauen ja eigentlich auch indem wir uns Bücher angucken und uns überlegen ach wenn ich ein spannendes Stil den will ich vielleicht irgendwie so ähnlich sein.

00:27:49: das heißt es lässt sich relativ schnell wieder beheben.

00:27:52: Aber dieses dass was als erstes rauskommt langweilt mich immer am meisten und vor allen Dingen auch die Form der Geschichten.

00:27:59: Darüber wurde heute auch schon viel gesprochen, das sind meistens wenn wir nicht iterativ frommten reingehen dass wieder umwälzen und selbst vielleicht über diese Prozesse bewusst sind werden das immer ganz langweilige Heldenreisen.

00:28:11: es gibt immer ein happy end und das hat sich auch immer noch nicht verändert wenn man sich das geschichten erzählen anschaut.

00:28:17: Auch hier können wir natürlich experimentieren und dann eben sagen Ich sage dann relativ viel G-R in die Richtung Thomas Pinschen.

00:28:26: Es soll irgendwie so ein bisschen absurd sein, alles soll so obsessiv oder vielleicht auch claustrophobisch werden und dann kommen schon auch viele interessantere Sachen raus.

00:28:34: also es liegt am Prompt.

00:28:35: aber da ich ja gerne schreibe finde ich diese Genese von Texts auch wirklich am langenweiligsten weil ich schrei beja gerne und ich glaube das geht auf vielen Schriftstellerinnen.

00:28:45: so einige quälen sich vielleicht auch und beschreiben oder planen lieber.

00:28:52: Und ich finde es am interessantesten, das habe ich ja eben schon angedeutet.

00:28:56: eher in so eine Art Dialog zu gehen ist ein Gesprächs- und Writers Room zu öffnen und Ideen hin und her zu werfen.

00:29:02: die meisten Ideen die dann zurückkommen sind eh doof aber dann weiß ich ungefähr was ich will.

00:29:07: also das bringt mich eigentlich eher dazu genauer zu wissen wo ich hin möchte.

00:29:12: Ich glaube, mein größtes Problem als Schriftstellerin ist das Entscheidungen zu treffen und du musst ja permanent Entscheidungen treffen.

00:29:18: Und sobald ich Sachen verbalisiert habe – ob ich die jetzt meine Elektoren erzähle, meinem Partner oder wem auch immer es ist eigentlich fast egal – sie werden verbalisiert und dann kommt es zurück.

00:29:29: Das finde ich schon ein interessanten Prozess weil es meinen diesen Entscheidungsprozess total beschleunigt.

00:29:38: Also ich habe dann den Eindruck, da werde ich mich schneller klar über Dinge und das finde ich super.

00:29:43: Und ich glaube Textgenese ist etwas was wahrscheinlich gerade oft auch benutzt wird in vielleicht auch im Texten die eher so ein bisschen eine Funktion haben, die funktional gemeint sind.

00:29:58: Natürlich kennen wir alle auch die Headlines, dass Amazon oder andere Self-Publishing Plattformen von KI generierter Schema Literatur überflutet werden.

00:30:07: Das sind natürlich auch Texte, die jetzt vielleicht nicht sonderlich originell sind und das langweilt mich glaube ich aktuell am meisten.

00:30:16: Du hast eben ... Das Wort Urheberrecht benutzt, was ja laut Alex KI Recherche dein heißes Thema ist.

00:30:24: Dass wir deshalb unbedingt berühren sollten.

00:30:26: und um das vielleicht nicht ganz so langweilig machen zu können, könnte man die These aufstellen dass die Urhebergrechtsfrage bei der KI zwei Richtungen hat.

00:30:34: Die eine was trainiert die KI, das ist hier der klassische Diskurs und der andere das was du eben zumindest eröffnet hast nämlich an welcher Stelle Ist die KI dann deine Mitautorin geworden?

00:30:50: Du hast jetzt ja eine klare Grenze, behauptet sag ich mal.

00:30:54: Dialogpartner hilft mir vielleicht eine Entscheidung zu treffen.

00:30:59: Manchmal ist vielleicht doch der Vorschlag gar nicht so schlecht, er wird dann vielleicht doch mal übernommen.

00:31:04: und wir kennen aus der Literaturgeschichte einige Fälle wo meist männliche Autoren andere meist weibliche Personen als Dialog-Partnerinnen verstanden haben Und inzwischen die Literaturgeschichte doch eher von Mitautor-Innenschaft sprechen würde, also wo auch eine Bewertungsverschiebung stattgefunden hat.

00:31:24: Die man ja jetzt übertragen könnte auf dieses Modell.

00:31:27: Ich chatter halt um meine Ideen zu schärfen aber es sind natürlich meine autorennenschaftlichen Werke.

00:31:35: Wo würdest du da verorten?

00:31:38: ist gerade der Diskurs?

00:31:40: Wo geht dahin?

00:31:42: Gibt es vielleicht in Zukunft so was wie eine Co-Kreation mit KI?

00:31:47: Und wie sieht's bei dir selber aus.

00:31:49: Ja, das ist ein ganz spannendes und großes Thema.

00:31:52: also ich finde auch wenn Ich mich jetzt unbeliebt mache aber ich sage dass doch auch gerne.

00:31:57: ich finde Wenn mir aus rein juristischer Perspektive uns das anschauen da laufen ja jetzt auch verschiedene Klagen.

00:32:05: Für mich ist es relativ klar Da gibt es Urheberrechtsverletzungen die sind einfach existent.

00:32:10: Das heißt, da gehe ich mit allen Schriftstellern in Verbänden und mit allen Initiativen, die das problematisieren.

00:32:18: Die da eine Veränderung wollen.

00:32:19: auf einer ganz persönlichen Ebene – damit meine ich jetzt wirklich nur meine Meinung – finde ich, dass es für mich eigentlich auf einer persönlichen Ebene das geringste Problem ist, weil ich eh den Eindruck habe, ich verdiene mit meinen Büchern kein Geld.

00:32:36: SSE sind Sachen von mir im Internet, alles wird geklaut.

00:32:40: Ich bin da eher der Meinung.

00:32:42: Wir sollten ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen und unser System komplett anders senken.

00:32:48: Und nicht Geld an OpenAI schieben, was es dann wieder an Trump unterstützen soll.

00:32:53: Das läuft für mich alles ganz falsch aber in dieser Gesellschaft leben wir nicht.

00:32:56: deswegen bin ich natürlich ganz stark eben auf Seiten derjenigen die immer wieder auch für einen besseren also gegen diese Firmen klagen und eben sagen hier sind Urheberrechtsverletzungen passiert weil das muss einfach verändert werden.

00:33:13: Ob wir das jetzt als Mitautorinnen begreifen, ich bin mir unsicher.

00:33:17: Ich habe auch den Eindruck, wir befinden uns gerade in so einer Zwischenphase – ich weiß nicht wie wir in fünf Jahren darüber sprechen – ob dann noch für uns relevant ist?

00:33:25: Ob ich mit Google oder DuckDuckGo oder Wikipedia oder irgendeinem Reddit-Forum meine Recherche gemacht hab oder mit einem Sprachmodell, ob es relevant ist, wie ich meinen Text geschrieben hab….

00:33:38: Und ich glaube, das Schwierige ist überhaupt Grenzen zu ziehen.

00:33:40: Wenn ich jetzt natürlich ein Buch habe und kaum gepromptet hab – und dann kommt halt ein Text raus – würde ich natürlich diese Autoreinenschaft überhaupt nicht mehr zu schreiben sondern in diesem System.

00:33:51: Dann gibt es aber natürlich diese Formen wie bei Rie Kudan die vielleicht ein paar Dialoge mit GPD generiert hat.

00:33:59: Natürlich ist es weiterhin i-Roman, aber sie hat halt paar Passagen damit schreiben lassen.

00:34:05: Ob wir dann von Mitautorinnen schafft reden sollen?

00:34:09: gerne, ich finde ja eh, wir sollten dieses ganze Autor in den Schaffskonzepten nochmal überdenken.

00:34:13: Warum stehen Lektorenne nicht mit auf dem Buch vorne?

00:34:17: Wen müsste sich da noch reingeben?

00:34:18: Wie viele Geschichten wurden schon geklaut von Leuten die nicht benannt wurden?

00:34:25: Also je mehr ich darüber nachdenke komme ich immer in so ein System auflösenden Revolutionsgedanken und denke mir ah wenn ich jetzt anfange das darüber nachzudenken will ich eigentlich doch dahin nämlich dass der Kapitalismus aufhört und fragt mich dann immer, okay denke ich jetzt zu groß was sind denn eigentlich die kleinen Hebel?

00:34:42: Und ich habe keine Probleme damit wenn ich einen Text mit Hilfe von KI irgendwie gemacht hab darunter zu schreiben ist mithilfe von Modell XY geschrieben worden.

00:34:54: Was du jetzt noch gefragt hast wem gehören dann die Ideen?

00:34:56: das finde ich schon irgendwie spannend also wie... Ich weiß nicht kann ja mal zurück.

00:35:02: fragen würde euch findet ihr das relevant dass wenn der Autor in mit ChatGPT-Ideen hin und her pitcht, dass dann da irgendwie steht.

00:35:11: Mit ChatGPD wurden Ideen hinundher gepitcht?

00:35:14: Also ist das etwas was auf dem Cover stehen sollte.

00:35:17: oder interessiert euch das?

00:35:20: Vielleicht heben wir uns das nachher für die Q&A mit den Publikum auf weil das glaube ich total spannend ist auch jetzt erstmal als offene Frage zu lassen.

00:35:33: Wir haben jetzt wahnsinnig viel gesprochen über Schreiben, Geschichten erfinden Autor in sein.

00:35:42: Das ist ja eine Literaturwelt noch der kleinere Teil.

00:35:47: Mehr sind die Leserinnen wie wir auch hier auf der Buchmesse wieder erleben und die Frage wer müssen wir im Kontext von KI vielleicht anders lesen lernen?

00:35:56: Was ist diese sogenannte KI Literacy?

00:36:00: Die es jetzt auszubildend gilt.

00:36:04: Alexander hatte vorhin Für mich heißen die noch Gedankenstriche erwähnt.

00:36:08: Ich benutze die total viel, muss das jetzt vielleicht ändern damit weiterhin geglaubt wird dass ich selber meine Texte schreibe aber auf Leser-Innenseite oder auch als Lehrende.

00:36:18: wie bringt man anderes?

00:36:20: Muss man ein anderes Lesend beibringen Auch wenn man die KI benutzt.

00:36:25: was ist das für einen Lesens?

00:36:26: ja wahnsinnig viel Text?

00:36:28: also ihr kann mal sagen Boah geil da wird gelesen, gelesen und gelesen.

00:36:31: Also was is AI Literacy?

00:36:33: und damit befasst du dich ja auch?

00:36:36: Ja, ich befasse mich da sehr viel im Bildungskontext mit.

00:36:40: Also für mich ist KI Literacy eben auch nicht nur das Lesen sondern erstmal Kompetenzen mitzubringen Medienkritik üben zu können sich verorten können in einer Gesellschaft die als KI-Zeitalter ja bezeichnet wird.

00:36:55: mittlerweile und ich glaube dieses wenn wir jetzt erst mal hier von der Buchmesse ausgehen von den Lesenden ausgehen.

00:37:02: Ich glaube da können wir gar nicht soviel ... vermitteln im Sinne von, das ist die Kompetenz, die du brauchst und zu erkennen ob das ein KI-Buch ist oder nicht.

00:37:12: Diese Unterscheidung können wir in den meisten Fällen gar nicht mehr treffen.

00:37:16: Es gibt natürlich explizite Marker.

00:37:18: wenn ganz wenig verändert wurde habe ich auch mal so einen Handout für Lehrerinnen gemacht.

00:37:22: Dieser Gedankenstrich ist natürlich so ein Marker dass bestimmte Adjektive genutzt werden ist ein Mark.

00:37:29: Also da gibt es natürlich schon auch Satzstrukturen auf diese Gerückschlüsse gezogen werden können.

00:37:34: Ich glaube aber eher, dass wir so ganz grundlegende Kompetenzen brauchen um eher kritisch einzuschätzen was sind Beile?

00:37:42: Was ist denn Beilis?

00:37:43: also was sind diese Verzerrungen wie viel Strom fressen.

00:37:46: diese Systeme wollen wir die überhaupt so in unserer Gesellschaft haben brauchen wieder nicht neue Lösungen.

00:37:53: Das sind für mich alles diese Kompetenten die wir benötigen Und ich sehe aber auch in Bezug auf LeserInnen.

00:37:59: Deswegen war meine Frage auch ein bisschen polemisch gemeint, brauchen wir das überhaupt?

00:38:04: drauf steht mit ChatGPT Ideen hin und her gepitscht.

00:38:08: Es ist ja durchaus reales Phänomen, dass es schon Labels gibt vor allen Dingen auch in der UK wo Human Written drauf geschrieben wird.

00:38:18: also das ist natürlich auch so ein Label wo ich mir denke na gut damit kann man sich natürlich auch ganz bequem einen Mantel anziehen und wieder Aufmerksamkeit generieren.

00:38:26: wir machen nur menschengeschriebene Literatur.

00:38:31: Gilt es natürlich auch zu hinterfragen, was bedeutet das jetzt eigentlich?

00:38:34: Und ich glaube, es ist schon ein großes Bedürfnis von Leserinnen zu wissen.

00:38:39: Sind diese Geschichten die ich lese sind hier jetzt authentisch oder nicht?

00:38:42: also ich glaube ihr gibt es so.

00:38:43: es gibt ja diesen autobiografischen Pakt Wo wir uns als Leser in ganz, ganz furchtbar verraten fühlen zu Recht wenn wir erfahren dass eine autobiografische Geschichte Fiktion ist.

00:38:55: Also da gibt es ja auch wirklich prominente Beispiele wo dann Biographien aus dem Dritten Reich oder andere Sachen auf plötzlich doch nicht echt waren.

00:39:06: und hier habe ich den Eindruck das es gibt jetzt so diesen menschlichen Pakt bei dem sich dann Leser-Innen mehr oder weniger betrogen fühlen wenn sie dann im Nachhinein erfahren ah hier wurde mit KI gearbeitet.

00:39:17: Ich finde aber, es wurde mit KI gearbeitet.

00:39:19: Eine ganz schwierige Grenzziehung.

00:39:22: Also ich glaube das lässt sich recht klar sagen wenn ich weder jemals ein Sprachmodell geöffnet habe keine Suchmaschine nutze die eine KI-Funktion hat vielleicht mit Büchern in einer Bibliothek arbeite dann ist das ganz menschlich gemacht.

00:39:34: dann kann ich das wahrscheinlich auch drunterschreiben.

00:39:36: Aber diese Grenzen sind eben nicht so klar.

00:39:38: also wie gesagt selbst wenn wir Google nutzen hab ich schon mit einer KI geararbeitet.

00:39:43: Deswegen müssen wir da noch mal differenzieren.

00:39:46: Ich glaube, es geht wahrscheinlich dann eher um Kommunikation also das Verlage sich einfach positionieren müssen was sie auch tun welche Form der Literatur fördern wie hier?

00:39:56: Es geht um Aufklärung und ich glaube so ein Vertrauen aufrecht zu halten und diese Erwartungshaltung darauf einzugehen.

00:40:04: Das wird wahrscheinlich ein sehr wichtiger Punkt den Verlage leisten müssen Vor allen Dingen, wenn wir immer mehr hören.

00:40:12: Es gibt auch Kollektoratskis.

00:40:15: bestimmte Verlage fangen schon an Texte gar nicht mehr zu lesen sondern die werden irgendwie eingeordnet.

00:40:19: das sind dann natürlich so halb Mythen halbt.

00:40:21: gibt es diese Programme ja wirklich?

00:40:24: ich glaube da geht's wahrscheinlich auch um Transparenz.

00:40:27: vielleicht als abschließende Frage wie stellst du dir diese friedliche Koexistenz von Literatur und KI vor.

00:40:35: oder hast du da überhaupt ein Bild?

00:40:38: Verstanden, du willst den Kapitalismus abschaffen und so weiter.

00:40:43: Gegeben im Fall dass wir weiterhin oder das auch in der Literatur welt weiterhin diese ganzen modelle verwendet werden fleißig verwendeten werden mit markierung ohne markieren kann man sich in zukunft romane auf basis der persönlichen preferenzen auf knopf generieren.

00:40:56: weil ich mir dein model einkaufe und dann habe ich sozusagen nicht mehr die autoren sondern das modell dahinter.

00:41:02: wie Wie sieht diese Welt?

00:41:03: ausser sehr natürlich bunt gemalt, aber wie sieht deine Zukunftsvision aus?

00:41:09: Also ich glaube schon dass es diese Form der Literaturproduktion geben wird gibt es ja eigentlich fast schon.

00:41:14: Ich kann über bestimmte Programme sagen meine Figur X macht das oder die interessiert sich für das Thema und dann kann ich ein Roman daraus generieren.

00:41:24: Das wird wahrscheinlich erst mal eine Sprache sein auf die ich mich einlassen muss bin ich aber auch genau daran interessiert und das ist eine Sprache, die ich ganz interessant finde.

00:41:36: Also da sind wir ja eigentlich fast schon.

00:41:39: Ich glaube trotzdem dass wir eher gerade so ein bisschen diesen Nied sehen.

00:41:47: was heißt Literatur für uns?

00:41:49: Und für mich ist Literatur immer Kommunikation.

00:41:51: also ich glaube das Bedürfnis lesen wollen von Menschen, die diese Sachen wirklich erlebt haben.

00:41:59: Die eine Perspektive auf Welt haben.

00:42:01: also auch wenn wir Fiktion schreiben interessiert mich was hat dieser Autor in zu dieser bestimmten Welt zu sagen?

00:42:06: warum beschreibt sie jetzt auf diese Weise und das flacht dann natürlich ab?

00:42:12: aber es spricht vielleicht ja nichts dagegen dass es Genres gibt oder auch Bedürfnisse die in der Wiederholung stecken.

00:42:20: auch ich bin Ich bin ein starker Fan von bestimmten Serien.

00:42:23: Ich gucke Friends immer wieder oder andere Serien, die ich in meiner Kindheit geschaut habe und ich glaube da halte ich es für gar nicht unrealistisch dass genau solche Formate eben dann weitergeführt werden können durch Maschinelleproduktionen.

00:42:38: also ich glaube einerseits wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen das einige Verlage sich doch stärker mit diesen System auch vielleicht identifizieren ist ein komisches Wort, aber sie weiter integrieren werden auch in ihrer Arbeitsabläufe.

00:42:57: Ich bin mir sehr sicher und ich glaube das passiert sowieso schon im Filmbereich.

00:43:00: Passiert es schon länger?

00:43:02: Das ist immer stärker.

00:43:03: auch solche Trendsanalysen die Wesegewohnheiten oder die Lesebedürfnisse beeinflussen und auch wieder auf die Produktion eindwirken.

00:43:11: Ich glaube das sind auch schon Realitäten mit denen haben wir es zu tun Und ich hoffe natürlich dass diese kleine Bubble gibt, die jetzt vielleicht auch hier sitzt.

00:43:19: Sich für Literatur interessiert und irgendwie auch im Schreiben selbst in diesem handwerklichen Schreiben auch eine... etwas sieht, was weiter erhalten werden sollte.

00:43:33: Also ich glaube es gibt so eine größere Ausdifferenzierung und vielleicht gibt es dann irgendwann wieder die handgeschriebenen Bücher, die dann wie so eine Schallplatte verkauft werden.

00:43:43: aber das sind ja wahrscheinlich so ganz marginale Special Nischen und ich glaube auch dass wir uns wahrscheinlich als Gesellschaft und das tun wir auch schon an diese KI-Sprache gewöhnen.

00:43:55: Also auch diese, ich nenne es gerne, und JGPT-Lingo, die so sehr Vanilla ist – dass das natürlich auch was mit uns macht.

00:44:01: Das merken wir jetzt schon bei Übersetzungen.

00:44:03: Wenn ich mir Untertitel angucke bin ich mittlerweile gar nicht mehr so irritiert wenn da einige Fehler drin sind weil die alle mittlerweile fast KI generiert sind.

00:44:12: Früher bin ich da immer drüber gestolpert und dachte wow wie könnten sie das denn so machen?

00:44:17: Und das ist ja mittlerweile voll normal geworden!

00:44:20: Dieser Blick auf Text wird sich auch verändern und wir werden wahrscheinlich so ein Mittelmaß, wird immer normaler werden für uns.

00:44:27: Deswegen hoffe ich natürlich auf die widerständigen originellen experimentellen Texte, die aber für mich genau so eine große Relevanz haben wie unterhaltenen Texte ,die vielleicht ein bisschen schematischer aufgebaut sind.

00:44:43: Das ist meine Zukunft!

00:44:44: Ich hoffe natürlich, wir finden Lösungen für ökologische Probleme.

00:44:48: Das größte Problem, ehrlich gesagt.

00:44:51: Und ich fände das auch super, wenn wir jetzt von meiner antikapitalistischen Utopie sprechen.

00:44:56: Wenn diese Sprachmodelle nochmal komplett eingestampft werden und eher als so ein Common Good noch mal neu produziert werden mit Texten die nicht urheberrechts verletzt dort eingespeist wurden.

00:45:08: und wird das viel stärker als Gemeinschaft mit verschiedenen Ländern machen und nicht wie gesagt immer wieder OpenAI oder anderen Big Players dieses Geld zuspielen gerade unter.

00:45:21: Das passiert auch, wenn Schulen sich dafür entscheiden.

00:45:24: Wir wollen allen Schülerinnen einen Zugang zu einem Chat-GPT-Stellenmodell gewährleisten und das finde ich überhaupt nicht gut.

00:45:32: Es geht für mich in eine ganz falsche

00:45:33: Richtung.".

00:45:51: oder der anderen vielleicht stärker ausgeprägt, bei manchen vielleicht auch verkümmert und durch Training kann er wieder gestärkt werden.

00:45:58: Nach dem Zuhören heute könnte ich jetzt die These haben diesen Fantasiemuskel brauche ich ja gar nicht mehr weil das kann ich ja irgendwie im Chatten durch tolle Ideen in den Hin-und-Herschieben austauschen mit einer KI ersetzen.

00:46:15: oder ich könnte sagen nein es ist total wichtig dass sich den Trainierer und ich muss irgendwelche noch besondere Trainingsmethoden entwickeln, damit er sich gegenüber dieser generischen Kreativität der KI differenziert.

00:46:29: Da würde mich von dir zum Abschluss noch ein kurzes Statement

00:46:33: interessieren.".

00:46:34: Ich versuche es kurz zu machen.

00:46:50: Einerseits hat uns glaube ich diese KI und diese generische und schematische, was KI immer wieder macht noch mehr aufgezeigt dass diese Ideen die wir auch alle haben, die existieren sowieso schon alle auf der Welt.

00:47:03: Und das fand ich irgendwie auch ein bisschen angenehm Dass wir so noch mehr aus diesem Geniekult hoffentlich rausgeholt werden Und gleichzeitig aber wieder die Besonderheit in unseren einzelnen Fähigkeiten entdecken, nämlich dass wir diese Ideen dann doch auf andere Weisen zusammensetzen können.

00:47:19: Dass wir ganz andere Erfahrungen machen und dadurch eben wieder auf neue Ideen kommen.

00:47:23: Deswegen glaube ich ist dieser sogenannte Phantasiemuskel den zu trainieren durch auch keine Interaktion mit so einem System ein ganz wichtiger Punkt.

00:47:33: Ich glaube, meine größte Inspiration ist wirklich Bücherlesen und Sachen die mich inspirieren bringen mich immer wieder dazu selbst zu schreiben weil ich dann das Gefühl habe wow dieses Buch hat mich so berührt.

00:47:45: Und dann versuche ich es zu verstehen warum?

00:47:47: Dann hab' ich Lust selbst sowas zu machen und das glaub' ich total wichtig nicht nur mit diesen Systemen in meiner Interaktion zu stehen.

00:47:55: Gut liebe Jennifer vielen Dank für das Gespräch!

00:47:59: Danke schön!

00:47:59: Danke euch!

00:48:02: fürs

00:48:19: Zuhören.

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