#82 Die Welt als Sound – mit Peter Licht
Shownotes
Vor zwanzig Jahren, im Jahr 2006, erschien PeterLichts „Lied vom Ende des Kapitalismus“. Knapp zwei Jahre später folgte die große Finanzkrise. Mehr kann man von einem Popsong nicht verlangen, kommentiert er trocken. Seit dieser Zeit macht PeterLicht unbeirrt weiter: mit Popsongs, Theaterstücken und Romanen, die den Sound der kapitalistischen Welt verdichten und hörbar machen - meist komisch und melancholisch zugleich, sodass man nie so genau weiß, ob man lachen oder weinen soll. In der neuen Folge des Fantasiemuskel-Podcasts spricht PeterLicht mit Torsten Fremer darüber, warum die Welt für ihn vor allem ein Soundphänomen ist und welches utopische Potenzial in diesen Sounds steckt.
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00:00:00: Peter Licht ist Musiker, Sänger, Autor und Dramatiker.
00:00:03: Und jemand der vor zwanzig Jahren in Lied und Buch das Ende des Kapitalismus ausgerufen hat?
00:00:09: Was sich allerdings als Lüge herausstellt – trotzdem hat er weitergemacht!
00:00:14: Mit Literatur die beim Ingeborg-Bachmann Wettbewerb ausgezeichnet wurde mit Theaterstücken die auf dem Berliner Theatertreffen zu sehen waren und mit Pop Songs die Kultstatus erreichten.
00:00:26: Kapitalismus und Systemkritik ziehen sich dabei durch sein Werk, immer getragen von Humor, Melancholie – und manchmal einer trotzigen Hoffnung.
00:00:36: Manche finden das Peterlicht immer wieder aus Neue auslotet was Erdornung für unmöglich hielt ein richtiges Leben im Falschen.
00:00:45: Was er dabei herausfindet also ob ein gutes Leben im Zeitalter des Kapitalismus möglich ist um wie uns vielleicht die Kunst dabei helfen kann Das besprechen wir mit ihm in dieser Ausgabe von Phantasiemuskel, dem Monopol Podcast über Kunst, Wirtschaft und Gesellschaftliche.
00:01:23: Einer Initiative von Thorsten Fremer und Friedrich von Borjez.
00:01:30: Ich bin gespannt, wo das hinführen wird?
00:01:33: Wir steigen wenig überraschend immer gleich ein!
00:01:37: Wie bist du überhaupt zur Kunst oder auf die Kunst gekommen?
00:01:43: Wie bin ich zur Kunst
00:01:44: gekommen?!
00:01:44: Ich habe das einfach schon gemacht.
00:01:52: Als Jugendlicher oder eigentlich schon noch als Kind angefangen, Gitarre zu spielen und Texte zu machen, das hat mich eigentlich immer begleitet.
00:02:01: Und dann wird es als Lebensbeschäftigung... Was mache ich heute noch?
00:02:09: Wenn ich irgendwie langeweile habe oder wenn ich mich irgendwie geregelt kriegen muss, dann nehme ich mir meine Gitarre oder ich setze mich ans Klavier und dann geht das irgendwie los!
00:02:22: Ich finde das die beste Art so zu entspannen und in irgendwie rauszukommen aus seinen Denken, aus seinem Kopf.
00:02:32: Einfach Musik machen und klänge.
00:02:34: Also hat sich so ergeben weil schon immer gemacht?
00:02:39: Ja!
00:02:40: Genau ich hatte vorher noch... Ich hab mal Cello gespielt oder irgendwas richtig gelernt über viele Jahre Und dann habe ich irgendwann die Gitarre entdeckt und dann könnte man jetzt sagen da war es um mich geschehen.
00:02:58: so viel, wenn man die Einleitung eben gehört hat und dich kennt dann bist du ja so ein richtiger Typus könnte man meinen das Allround-Künstlers.
00:03:09: Es gibt Theaterstücke es gibt Romane es gibt vor allem Musik wie vielleicht die meisten kennen.
00:03:16: ich weiß es nicht.
00:03:19: Wie hängt das für dich zusammen?
00:03:23: Ja, dass du so viele Künste mal professionell bedienst.
00:03:27: Für mich ist das irgendwie alles ein bisschen das Gleiche weil die Sprache an sich ja auch einen Sound produziert und die Worte und die Referenzräume und die Projektion, die durch Worte Für mich hat das was Songhaftes und was Pophaftes vor allen Dingen.
00:03:52: Ich sehe eigentlich, wenn ich durch die Straßen fahre oder wenn ich die Welt wahrnehme oder Menschen betrachte und unterwegs bin dann ja, da sieht man sehr viele Slogans, die sich die Häuserschluchten ziehen wie so Zeppelinne wo an den Wortbänder hängen?
00:04:12: Oder die Menschen begleiten... Wofür das steht?
00:04:18: und was interessiert mich dann?
00:04:20: Also weil ich mich schon immer die Frage stelle, was ist da gerade vor mir passiert?
00:04:26: oder was passiert hier eigentlich.
00:04:28: Und so ist also die Sprache für mich ein Soundphänomen und auch die Musik ist es dann natürlich auch wenn ich meine Gitarre nehme und wenn das dann richtige Songs sind im klassischen Sinne Musik eben aber durchaus.
00:04:46: Also für mich ist das irgendwie das Gleiche von der Herangehensweise.
00:04:49: Alles Sound, irgendwie?
00:04:50: Es ist Sound ja und es gibt auch ein Sound von Themen zum Beispiel das Wort Faschismus was zurzeit ja oder seit zwei Jahren so als einen Sound macht.
00:05:02: er anfängt in einer Gesellschaft und in einem kollektiven Bewusstsein vor sich hinzu Brudeln oder Kapitalismus, Gesellschaft oder Gerechtigkeit oder Katastrophe.
00:05:18: Oder Hitze.
00:05:19: zum Beispiel.
00:05:21: wenn ich jetzt hier raus gucke und es ist ein wunderschöner Tag die großen Bäume wiegen sich im Wind und die grünen Blätter die gerade im Frühling gekommen sind und die Hitze dann siehst du dieses Wort Hitze was da so ist und dann geht diese Soundwolke, die Assoziationskette zum Thema Hitze.
00:05:45: Die geht dann los.
00:05:48: Und so ist unser Bewusstsein durchzogen von solchen Zeppelinen, die da drin unterwegs sind mit ihren Begriffen daherfahren.
00:06:02: Darüber sind wir alle miteinander verbunden weil das sind alles Dinge, die können wir gar nicht richtig benennen.
00:06:07: Das sind dann so wie die Spiegelneuron, auf die wir alle eingepägelt sind und das findet einfach statt.
00:06:16: Und das Reden und das Klarebewusstsein was das versucht irgendwie zu erfassen ist etwas ganz anderes.
00:06:28: Das finde ich zum Beispiel auch sehr interessant wenn ich meine Sachen mache, meine Texte oder meine Songs dass es da viel darum geht, dieses Bewusstsein anzutriggern.
00:06:45: Ich bin ein Teil des Ganzen und Schwarmes und ich setze diese Begriffe in die Luft wie so Drohnen, die dann losgehen und die das Publikum oder ein anderes Bewusstsein, ein anderes Mind erreichen sollen.
00:07:01: Und idealerweise findet was statt in dieser Soundwolke Und das ist das Prinzip von Sound.
00:07:09: Ja, spannend dass du uns so teilhaben lässt an dem Prozess.
00:07:14: Wenn ich dann noch eine Stufe weiter fragen darf gibt es dann also spricht dich dann auch in Form an?
00:07:21: Also wann wird was ein Drama und Theaterstück?
00:07:25: Wann wird's ein Pop-Song?
00:07:27: klingt das direkt mit oder entsteht das?
00:07:31: Ich bin eigentlich ohne unterbrochen dabei so mein Leben zu betexten.
00:07:36: Und die ganzen Worte und alles, was so entsteht als Schlagwort des Logens oder mal kurze Sätze aufzuschreiben.
00:07:46: Manchmal liegt da drin dann schon ... Dann liegt dann die Antwort darauf.
00:07:52: Wird das jetzt ein Song?
00:07:52: Wird es eine Kurzgeschichte?
00:07:55: Kommt das in einen Theaterstück?
00:07:57: Manche Dinge kommen auch in beiden an vor, was ich gerne nicht sehr gerne mag!
00:08:04: Und so sind es auch schon viele Dinge entstanden, dass ich da erstmal vielleicht einen Text gemacht habe und dann bei der Produktion von Texten zum Beispiel Theaterstücke die ich ja regelmäßig schreibe.
00:08:19: Manchmal handelt eine ganze Seite Text nur davon das ein einziger Satz da drinnen seine Berechtigung hat und das ist dann so der Nukleus und das gibt mir die Berechtigungen diesen Text an zu machen.
00:08:32: Oder wenn ich das dann vortrage und lese, dann weiß ich mal genau.
00:08:36: Das ist der Satz, der dann weshalb es diesen Text gibt.
00:08:40: Ja.
00:08:41: Und manchmal ist das eben auch ein Slogan für einen Song und manchmal eben ein kleines Partikel für was Großhauses.
00:08:51: Du warst Theater gesagt hast?
00:08:52: Wenn man deine Biografie studiert, kam mir doch ein Thema anders vor nämlich die wahrscheinlich ist es nicht du wirst uns das erklären Molière spielt ja eine gewisse Rolle, weil ich verschiedene Stücke gefunden habe von dir, die du überschrieben hast.
00:09:08: Aber sozusagen hast du ne besondere Leidenschaft sprachlich oder hat der Themen berührt, die für dich so aktuell sind?
00:09:16: Es gibt glaube ich drei- oder vier... Ja es gibt viel!
00:09:20: Das ist sehr viele Übermalungen und Neudichtung von Molières Stücken hab' ich gemacht.
00:09:26: Den Geizigen, den Menschenfeind Tatüff und der eingebildete Kranke.
00:09:34: Also das sind schon am Ende, ein paar Hundert Seiten Text gewesen und vielen Stunden Theater.
00:09:41: Das ging los mit dem Geizigen Maxim Gorky Theater in Berlin Mit Peter Kurt als als dem Geitzigen Und Ja das hat so wunderbar funktioniert.
00:09:54: es hat dass das dann einfach das Interesse da war noch mehr mehr solche Stücke zu machen.
00:10:03: Wollier ist eine unglaubliche Figur, in die auch wenn man jetzt gerade wenn es um den Kapitalismus und Popkultur geht also gerade Kapitalismus ist so ne Frühform von Kapitalistmus, die der schon so durch exerziert Und wenn man die ganzen Perücken da raus kämmt aus den Stücken, dann ist das sehr aktuell.
00:10:28: Es geht viel um... es ist immer eine soziale Gruppe was meistens ne Familie is und dann gibt's Machtstrukturen der alte Willi, die junge Frau vom Junge haben und es ist so ein ziemlich rabiates Kräftemessen.
00:10:49: Alle versuchen sich zu behaupten.
00:10:52: Uns hatten ziemlich einen Sprung und es ist irgendwie vertragt, uns gehen immer Türen auf und wir türen zu.
00:10:57: Und das hat sowas Milowitschmäßiges was ich auch gut finde dass da Tüern knallen ununterbrochen und Stühle zertrümmet werden.
00:11:09: ja Das Ende von Molière ist ja auch so unglaublich.
00:11:14: Man hätte das gar nicht besser plotten können, weil er bei dem Stück der eingebildete Kranke am Ende selber auf der Bühne gestorben ist.
00:11:23: Er war Schauspieler und Theaterdirektor und Autor.
00:11:27: Und also er hat dann sozusagen seinen Herz an Fall gekritkt und es dann ein paar Stunden später daran gestorbt.
00:11:35: Also diese Unerbittlichkeit auch die ökonomische, die in so einem Leben liegt.
00:11:43: Das Künstler-Tum ist eine tolle Figur, mag ich sehr.
00:11:49: Insofern bewusst auch ne Suche nach Frühform des Kapitalismus oder nach Strukturen, die uns tragen.
00:11:55: und dann eben Überschreibung heißt Neufassung?
00:11:59: Genau!
00:12:01: Es sind sozusagen die Grundelemente in den Stücken, die sind noch vorhanden.
00:12:05: Also es gibt einen Machtzentrum was das... ...was den ganzen Laden innehat und die anderen versuchen sich dann wieder anzudocken oder versuchen da zu überleben Und dieses machtzentrum übt die Macht aus.
00:12:22: dass ist so eine Konstellation und wenn man das so verallgemeinert dann kann man natürlich extrem viel Dinge finden, die heute genauso stattfinden.
00:12:34: Die in irgendwelchen Wirtschaftszusammenhängen oder Politzusammenhängen oder irgendwelche gesellschaftlichen Zusammenhängen auch wieder da sind.
00:12:41: und das ist das was mich dann interessiert dass ich die Figuren dann durch diese heutigen und aktuellen Dinge jage.
00:12:51: Ja interessant wir kommen ja gleich nochmal näher in deine Themen.
00:12:56: will als gerade aber auch so interessant war.
00:12:59: eine letzte Frage mit biografischem Hintergrund.
00:13:02: Ich habe gefunden, dass du ja auch mal Jura studiert hast.
00:13:05: ich glaube auch fertig aber dann hat der Künstler in dir gewonnen warum?
00:13:11: Aber was sich vor allem interessant findet, was findet sich sozusagen so?
00:13:15: ein Studium oder eine Rechtswissenschaft die auch eine bestimmte Sprache hat auch in der Kunst.
00:13:22: Ja also ich hab Jura Auch während des ganzen Studiums immer auch Musik gemacht und Texte geschrieben.
00:13:32: Und als ich dann fertig war, hat sich das wundersammerweise so ergeben, dass da ein Sonnendeck erschien und es daraus eine Existenz geworden ist.
00:13:45: Die Juristamerei hat sich von mir irgendwie verabschiedet.
00:13:48: Aber ich denke schon, dass einiges noch geblieben ist in der Herangehensweise.
00:13:56: vielleicht Die Juristerei und das Recht ist ja auch eine eigentliche Fiktion von Welt.
00:14:04: Es wird versucht so eine Art, also man versucht sich einen Reim zu machen und versucht Dinge zu erfassen und handhabbar zu machen die menschlichen Beziehungen und Handlungen Und es ist ein gebautes System was daraus entsteht.
00:14:26: Das ist ja auch der Grund, weshalb man als Leier viele Dinge einfach gar nicht verstehen kann und so wie eine Art menschliche Mathematik die da im Worfen wird.
00:14:35: Und also es ist die Erfindung eines Systems was ich sehr interessant finde das sich die Welt betrachtet und darüber ein System erfindet.
00:14:49: Die gleiche Strategie gibt es in der Religion.
00:14:52: Es werden Religionssysteme erfunden.
00:14:55: Und in der Kunst gibt es das.
00:14:58: Oder in der Soziologien oder überall, aber gerade im Recht, weil das Recht immer auch unterschwellig da ist und absolute Bedeutung hat... Es hat eine große Bedeutetung!
00:15:20: Ja, wenn ich damit umgehe und ob das... Ob ich das gleiche mache oder was Ähnliches.
00:15:24: Wenn ich meine Texte mache Oder meine Musik Ich finde aber manchmal schon Aber es ist gar nicht so einfach, dass sie aus sich selbst herauszutreten Und das jetzt zu urteilen.
00:15:40: Die Grundfrage in der Juristerei Ist ja immer wer will was von wem?
00:15:44: boraus So, er durfte sich das anhört schon ein Ding, was in jeder menschlichen Beziehung seine Bedeutung hat und im Kapitalismus auch überall interagieren Menschen miteinander.
00:16:04: Jeder will etwas von wem?
00:16:06: Woraus?
00:16:07: aus irgendwelchen Rechtsgrundlagen oder aus irgendwelschen Beziehungen.
00:16:11: Und ich habe beim viel meiner Texte und meiner Songs Versucht so eine Logik reinzubauen, die unwiderleglich wahrhaftig ist.
00:16:26: Zum Beispiel das liegt gegen die Schwerkraft.
00:16:30: Die Schwerkkraft ist überbewertet und man braucht sie gar nicht wie man ja wohl im Weltraum sieht.
00:16:35: Das ist für mich jetzt so eine logik... So eine
00:16:38: Beweisführung?
00:16:40: Ja genau!
00:16:41: Die dann einfach so ist.
00:16:43: Da kann niemand sagen, das stimmt nicht.
00:16:45: Das Quatsch!
00:16:46: Und eigentlich habe ich den Anspruch in allen meinen Texten auch wenn es dann vielleicht der größte Quatsche ist aber dass einfach so eine Beweisführung ist die unwiderleglich ist oder unwider legbar genau.
00:17:01: Wenn wir das auf das Thema drehen was wir auch angekündigt haben die Kapitalismus Beschäftigung dem Kapitalismus und noch die Kapitulismuskritik ist es vielleicht auch fast, dass es dich schon so lange um dieses Thema mit dem Thema Kreis, das ist ja nichts was fertig wird.
00:17:21: Sondern wenn man, ich glaube, im Jahr zwei Tausend Sechs erschien das Lied vom Ende des Kapitalismus, auch als Buch, glaub' ich, als Buchwirk irgendwie, also gibt's verschiedene Formen und wenn man durch deine Lieder, durch deine Texte geht bleibt es ja immer Thema.
00:17:40: Ja, das wollte ich... Eigentlich Fragen, zwei sechs.
00:17:43: Das war ja sogar noch vor der Finanzkrise und nicht in dieser Zeit, in der es vielleicht in der Wahrnehmung nicht unbedingt besser geworden ist.
00:17:50: Also was hat sich sozusagen wie ist der Stand des Kapitalismus bei dir?
00:17:56: Aber die andere Frage auch – Was hat sich so für dich verändert in der Beschäftigung damit?
00:18:00: Und jetzt wenn du das mit der Juristerei gesagt hast, ist ja auch spannend zu gucken.
00:18:06: Ist es sozusagen das System, was du versuchst offen zu legen, aber bis dem immer noch nicht final auf die Spur gekommen.
00:18:16: Ich bin kurz hervor im Final auf die Sport zu kommen.
00:18:19: Das ist nur ein paar Meter und dann werde ich davon berichten was das Bosetz-Final hingeht.
00:18:30: Also ich habe da im Jahr zwei Tausend Sechs diese Lieder vom Ende des Kapitalismus und den Songlied vom Ende Des Kapitalismos rausgebracht.
00:18:41: Und zwei Jahre später gab es dann die große Finanzkrise, und ich finde mehr kann man eigentlich nicht verlangen von Pop-Kultur, dass sie das einfach schön so präzise vorherher beschreibt... Und es geht in dem Song ja um diese drei Minuten zwanzig Utopie sich vorzustellen, wie das früher gewesen ist als es den Kapitalismus noch gab und so eine Melancholie aufkommen zu lassen.
00:19:09: Um sich darüber zu erheben oder einfach mal ein anderes Bild in die Welt zu setzen.
00:19:20: Ja wo geht's hin mit dem Kapitalismus?
00:19:22: Ich habe das in meinem letzten Buch, ich glaube zum Beispiel das Donald Trump da.
00:19:27: Eine ganz schöne, also die Idee, die ich da in einem Text versucht habe auszumalen ist dass dieser Superkapitalist uns den Kapitalismus austreiben wird dadurch.
00:19:44: Ich glaube die Dinge werden so krass offensichtlich und der Zynismus Deconstruktion und durch Kapitalismus, die wird einfach jetzt auf eine ganz tolle Weise jedem völlig klar.
00:20:03: Und auch ja ich glaube das zieht sich durch alle Gesellschaftsbereiche und noch jeder Wirtschaftsführer – auch wenn er noch so gierig und noch so ein Macht besessen ist – wird das irgendwie erkennen Und man kommt nicht umhin, das festzustellen.
00:20:19: Dass diese Art von Interagieren, von Gesellschaft, dass das kein gutes Ende nehmen wird und deshalb ist es vielleicht auch die Chance, die so ein Excess jetzt hat oder bringt, damit auch ein Ende formuliert wird.
00:20:43: Spannende und eine Hoffnung machen Tee.
00:20:48: Wie lange das jetzt noch geht, das weiß man natürlich nicht.
00:20:52: Ich weigere mich aber ich möchte das nicht akzeptieren dass das Rad immer schneller sich dreht und es immer weitergeht und immer schlimmer wird auch was gerade Weltvernichtung die ganze Klimakatastrophe also sozusagen die andere Seite der Medaille des Kapitalismus und des Konsums ist und des Wachstumgedankens.
00:21:17: Ich weiger mich das anzuerkennen, dass es jetzt immer gewesen ist.
00:21:24: So
00:21:25: finde ich.
00:21:26: so kann man als Mensch nicht denken.
00:21:27: Das ist ein maximal depressiver Gedanke der sich einfach nicht gehört und der auch nichts bringt und der Zeitverschwendung ist.
00:21:40: Ja
00:21:41: du hast gerade dein neues Buch selber angesprochen.
00:21:44: Das heißt wir werden alle ganz schön viel ausgehalten haben müssen.
00:21:51: Ist es, also jetzt nachdem du so erklärt hast finde ich steckt ja auch Hoffnung drin, nachdem wir einiges ausgehalten haben müssen dann was klingt auch wie eine Drohung irgendwas dazwischen.
00:22:03: vielleicht kannst du Ja bisschen was dazu erzählen.
00:22:06: Es sind ja ganz viele Geschichten drinnen Stücke Gedichte Lieder Theater Ansätze Dramolette Mini-Stücke Ganz verschiedene Textformen von Menschen, die sich eigentlich auf unterschiedliche Weise im Kapitalismus durchschlagen oder durch den Kapitalismus und sozusagen.
00:22:25: es werden einige Absurditäten deutlich mit denen man aber auch selber täglich zu tun hat.
00:22:33: Man sitzt im Flugzeug verbraucht CO² und regt sich unten über die Infrastruktur auf, die man aus dem Fenster sieht.
00:22:40: Ja
00:22:40: genau!
00:22:42: Ich finde der Begriff des Aushaltens ist Wie ich ja vorhin das beschrieben habe, einfach so als Slogan und also ein Begriff der so einen Sound macht.
00:22:54: Das ist schon ein Begriff, der gerade eine große Bedeutung hat für mich und ich glaube für viele Leute weil alles was man so betrachtet schließt sich sofort dieser Gedanke an.
00:23:06: Oh wow!
00:23:07: Das muss ich jetzt aushalten?
00:23:08: Es müssen wir aushalten.
00:23:09: und wie lässt sich das aushalten?
00:23:11: mit welchen Strategien?
00:23:13: Und ich finde, dass da eine Hoffnung drin liegt.
00:23:18: Also ausgehalten... Du hast es irgendwann ausgehalten und das ist vorbei!
00:23:26: Die ganzen Figuren, die ganzen Männer gerade durch das Weltbewusstsein und bei uns allen im Bewusstseinssätzen mit ihren Handlungen werden irgendwann auch mal Geschichte sein.
00:23:42: Das geht ja gar nicht anders.
00:23:43: und dann hat man es ausgehalten.
00:23:47: Klar steckt auch die Naivität drin, es können natürlich nur viel schlimmer andere kommen.
00:23:54: aber ich finde das ganz wichtig dass man sich da freimacht von dieser depressiven apokalyptischen Haltung und sich da nicht so dass man diese Angst begegnet weil die Angst der amerikanische oder der russische präsent oder faschistische parteien und diese ganzen typen die arbeit das sind ja strategien angst zu verbreiten und dekonstruktion zu veranstalten disruption um die leute so am sack zu haben.
00:24:35: Die angst, die ich bekomme Wenn ich das betrachte oder die Depression.
00:24:39: Das ist dann das Geschenk, was sich am Altar des Fürsten niederlege und sage ja hier is meine Angst.
00:24:45: Ich bin gelähmt vor lauter Angst.
00:24:48: Deine Kommunikationsstrategie hat funktioniert.
00:24:52: so sieht's aus.
00:24:52: Und es ist wichtig dass man da nicht mitmacht in diesem Kommunikationsspiel.
00:25:02: Du bringst gerade Ende Trump-Text, den du angesprochen hast ja auch diesen Begriff der Performance auf und sagst ja das die Performance keine Moral mehr kennt.
00:25:14: Und sozusagen dass es aber die reine Zukunft ist, die keine Morale kennen sondern einfach den Erfolg.
00:25:23: Das finde ich auch ein sehr interessantes Phänomen an dem ganzen Trump-Ding, dass er so nahe an der Popkultur sitzt.
00:25:32: Und in der Popkultur geht es ja eigentlich auch, es geht ja um nichts außer um die Performance.
00:25:40: So und das ist großartig!
00:25:44: Das ist natürlich total furchtbar.
00:25:46: Ich glaube, es gab schon einmal andere Zeiten oder das ganze Social Media Ding ist einfach so ein... Die reine Performance, das ist der einzige was seiner Mende übrig bleibt.
00:26:01: Das hat aber gar keinen inneren Kern.
00:26:05: Eine Moral oder eine Vorstellung von der Welt sondern es geht die reine performance und den Erfolg vom Performance.
00:26:16: Und das finde ich sehr erstaunlich dass die Popkultur die ich so liebe oder wo ich in meinem Leben gewidmet habe, sagen wir mal diese Projektile von Songs.
00:26:34: Der perfekte Pop-Song ist wie ein Geschoss was irgendwie seine Bahn nimmt und irgendwo hinten von einem Sender zu einem Empfänger kommt und sich nicht aufhalten lässt und einfach beformt.
00:26:51: Und wenn man das als reines Prinzip betrachtet, wird es total furchtbar.
00:26:59: Das finde ich interessant und sehe überall diese Art zu kommunizieren.
00:27:06: Ich frage mich selber, du hast gesagt, das kann ich auch sehr gut nachvollziehen, dass der Kapitalismus oder das Objekt deiner Beschäftigung-Kritik sich immer weiter überdrift – vielleicht nicht so lange überdrifft.
00:27:21: beinwärts auch so deutlich vorsichtig ging hat verschwindet.
00:27:26: In der gesellschaftlichen Analyse, die wir hier eigentlich nicht machen wollen aber kurz vielleicht uns doch mal erlauben sagt man ja dass das was daraus gerade teilweise erwächst nämlich den Faschismus in neuer Form praktisch ein Bild oder eine Vision hat und sozusagen die alternativen Entwürfe zum Kapitalismus.
00:27:50: da müssen wir menschliche Richtung, nicht liquidierende Richtung in eine gute Richtung.
00:27:56: Die fehlen.
00:27:57: Siehst du das auch so?
00:28:02: Also ich finde tatsächlich, sagen wir mal, das sozialdemokratische oder das soziale oder das barmherzige Prinzip und das sozialen Prinzip und dass es nicht auf Härte sondern auf Gnade und auf Gemeinschaft gebaut ist... ist ja überhaupt nicht gestorben.
00:28:24: Es ist momentan viel frivola und es hat mehr Schokeffekt, faschistische Theorien oder Thesen oder sich rauszuhauen.
00:28:39: aber das ganze soziale Phänomen.
00:28:42: zum Beispiel an eines Landes wie Deutschland Gibt es viel Abbau auch von sozialem Phänomen, aber es gibt auch noch sehr viel.
00:28:55: Es ist ja nicht nur ein Hauen und Stechen was in der Gesellschaft zu sehen ist sondern sehr viel Sorge um andere.
00:29:07: Das ist leiser wahrscheinlich.
00:29:09: Weniger sichtbar ist das.
00:29:10: Vereint gerade nicht...
00:29:13: Ja, also wenn ich mir vorstelle mit welcher Grausamkeit wahrscheinlich auch vergangenen Jahrhunderte.
00:29:19: Mit Schwachen, mit Behinderten und mit Alten umgegangen ist und welche Unerbicklichkeit und was da gerade stattfindet in die Gesellschaft dann findet sehr viel soziales statt.
00:29:36: kann man jetzt kritisieren, dass man versucht das abzubauen wie man jetzt versucht.
00:29:39: Inklusion aus der Schule, dass es jetzt in der Diskussion steht was ich total widerwärtig und furchtbar finde und völlig inakzeptabel.
00:29:47: Dass man die Schwächsten der Gesellschaft, dass meine Anfänge zu kürzen?
00:29:52: aber Es ist nicht so, dass nur diese Härte und nur das eben was wir gerade beschrieben haben.
00:30:01: was uns im fantasiemuskel ja immer interessiert ist utopie und du hast es jetzt als einer der wenigen eben selber angesprochen weil du ja vom kapitalismus also vom niedr vom ende des kapitalismos als einer utopi gesprochen hast.
00:30:16: die meisten kommen eher ins stammeln stottern oder das ist für sie muss man erst mal drüber nachdenken.
00:30:23: Was bedeutet, dass so utopien zu bauen?
00:30:25: Du hast es eben so selbstverständlich gesagt.
00:30:31: Ich
00:30:31: kann das auch nachvollziehen, wenn ich das Lied selber höre vom Lied des Kapitalismus und anfange mitzusingen.
00:30:39: Das mache ich natürlich nur alleine weil ich nicht singen kann aber es hat doch in dem Moment was Befreiendes und hat auch eine Form von Strategie für einen Moment.
00:30:50: Es ist auch eine Illusion.
00:30:51: Aber welches utopische Potenzial schreibst du der Kunst zu?
00:30:59: Ja Absolut.
00:31:03: Die Kunst ist eine Disziplin der Freiheit und es geht in der Kunst hauptsächlich, dass das Wichtigste, dass ein Räume von Freiheit beschrieben werden oder aufgezeigt werden und Freiheit und Utopie liegt sehr nah beieinander.
00:31:31: Großes Thema.
00:31:33: Aber ja, die Kunst ist die Funktion der Kunst eine freie Welt zu beschreiben und dann eben wie jetzt das Lied vom Ende des Kapitalismus diese Vorstellung mal laufen zu lassen sich da wirklich hinzugeben.
00:31:48: weißt du noch wir regeln unsere Dinge übers Geld dass man das auch mal in Frage stellt.
00:31:53: vielleicht gibt es mal ne Zeit indem man das tatsächlich nicht tut.
00:31:59: Das Geld und das, sozusagen... Am Ende des Tages immer abgerechnet wird.
00:32:06: Wie das natürlich zurzeit oder wie unser aller Leben davon handelt, dass am Ende wird abgerechnet.
00:32:12: Und ob ein Leben funktioniert oder nicht ist eine Frage dieser Abrechnung.
00:32:18: Und dann geht es in so einem Song darum, ein anderes Bild für diese drei Minuten zwanzig in die Welt zu setzen und die Schönheit von so einer Vorstellung.
00:32:29: Das ist vielleicht etwas Kleines, aber wirkungsvoll.
00:32:34: Mir fällt dazu gerade ein zum Thema Utopie, was ich selber erlebt habe – das ist für mich ein unglaubliches Bild, das ich nie vergessen werde.
00:32:45: Als es in den Neunundachtzig die Mauer gefallen hat, war ich zufälligerweise in Berlin, hab das Ganze miterlebt.
00:32:55: Es wird in meinem Leben kein utopischeren Moment mehr gegeben haben.
00:32:59: Also dieser Anfangsmoment, was dann später alles passierte, dass das der ganze Osten kapitalistisch ausverkauft wurde... Das meine ich nicht darunter aber einfach dieses böse System zusammengebrochen ist.
00:33:15: Wo Leute erschossen wurden wenn sie daraus wollten war ganz simpel.
00:33:19: Das ist zu Ende gegangen und Es gab dann in Berlin, es gab irgendwo so eine Veranstaltung.
00:33:29: Also ein Riesendemo wo die Politiker oft aus einem Balkon waren und dieses Deutschlandlied gesungen wurde was ja berühmt wurde.
00:33:39: Und ich war auch mit meinen Freunden auf dieser Riesenversammlung und das war eigentlich, ich glaube zwei Tage nach Mauerfall oder so... Das ist ja schon ein Moment der Utopie.
00:33:52: Ich meine, das war da...das war schon komisch mit Aber ich drehte mich dann um und sah wie das war in Berlin irgendwie auf diesem Platz.
00:34:00: Ich glaube es war vor dem Schöne Bergerathaus Wie zwei Typen in so einer Wohnung im zweiten Geschoss einfach während dieser ganzen Veranstaltung die er dann historisch utopisch einfach ihre Wohnung renoviert haben.
00:34:14: Und die haben einfach mit dem Rücken zu den ganzen Scheiß standen, die da an der Wand und haben ihre Raufaser-Tapete noch mal weiß gekalkt.
00:34:24: Und nichts davon mitgekriegt.
00:34:26: Ich fand das so unglaublich wie an einer Stelle findet die Utopie irgendwie... Also das finde ich gerade statt!
00:34:34: Es ist Berlin, es ist... ...Ninzeintneunachtzig ist der Tag.
00:34:38: Aber es gibt Leute, die dann da drin sitzen und die das überhaupt nicht erleben.
00:34:42: Wo nix passiert?
00:34:43: Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut erzählen konnte.
00:34:51: Was ist denn eine Utopie?
00:34:53: Wie muss ich mir das konkret vorstellen, vielleicht ist tatsächlich die Utopi drei Minuten zwanzig mal kurz sich vorzustellen.
00:34:58: Es gibt eine Welt ohne Kapitalismus und ohne ohne die große Abrechnung.
00:35:03: Das ist dann vielleicht schon die Utopia und dieses wie wir es aufrechnen Fotos von den oder so Malereien von den Zeugen Jehovas ist dass die ganze Menschheit also es mündet alles in das große paradiesische Ende in den Endzustand der nicht mehr aufhört.
00:35:18: Das ist keine menschliche Dimension, die ist ja auch total langweilig.
00:35:22: Und das ist wie so ein... Ja, keine Ahnung!
00:35:26: Das ist Trash.
00:35:31: Es gibt glaube ich die Utopie nur in ganz kleinen Häppchen weil es gibt die mal in kurzen Entspannungsphasen und oder aber es wird nie den Endzustand von Geschichte geben.
00:35:43: Aber das ist für dich in der Praxis, das ist ja eine konkrete Praxis auch, die ich leben kann.
00:35:49: Mich kurz in Utopien rein zu begeben.
00:35:51: Ja!
00:35:51: Auch über eine Song, übersingen und... Absolut!
00:35:54: Also ich finde auch wenn uns zum Beispiel traurigen Songs singen, wenn ich dann da ... Also ich gehe da rein, wie in so ein Zimmer oder ich mache eine Tür auf und bin in diesem Song.
00:36:06: Und dann singe ich den und bin das und dann gehe ich wieder raus und ist es auch gewesen?
00:36:09: Oder der Song hört auf.
00:36:11: ob das jetzt was Fröhliches, Utopisches, was Apokalyptisches... Was war immer?
00:36:16: Man geht in diese Zustände rein!
00:36:21: So funktioniert das menschliche Leben oder der Mensch funktioniert so.
00:36:26: Das ist kein immergleiches Narrativ.
00:36:32: Sondern es ist mal so, dann verspricht ich mir im Satz... Im drei Setze später bin ich wo ganz woanders gelandet und zwei Tage später auch und nachts ist so, tags ist so.
00:36:44: Ja und da immer wieder gibt's dann eben Momente von Freiheit und Momente vom Utopie und dann gibts wieder Momente der Depressionen und von totaler Unfreiheit und Unterordnung, Verzweiflung und Abrechnung.
00:37:00: Und dann kommt wieder das andere zu verbringen unser Leben.
00:37:06: Da fällt mir ein du hast ja im vergangenen Winter zusammen mit dem Schauspiel Köln diese Problemlösershow entwickelt.
00:37:17: Das ist ja auch nah dran dass man gemeinsam vielleicht erzählst du mal weil wir eine Bewegung daraus machen
00:37:24: Ja der Plan ist die Bewegung Also der Begriff Problemlöser, ich habe ein Song auf einer letzten Platte da heißt der Problemlöser und wenn du ein Problem hast dann ist es ganz einfach.
00:37:35: Da musst du das lösen!
00:37:37: Das ist so der Grundgedanke dieses Songs, der ganz wahrhaftig ist finde ich weil jetzt ist ja tatsächlich so dass man die Probleme lösen muss und auf der anderen Seite ist es aber total absurd weil der so umgeben sind und auch selber die Probleme sind die wir nicht lösen können.
00:37:54: deshalb finde ich diesen Begriff so schön.
00:37:55: und dann war die Idee dass man einen Abend macht, wo die Leute ihre Probleme einschicken konnten und können.
00:38:04: Das findet jetzt auch dieses Jahr noch mal statt hier am Schauspiel Köln und vielleicht auch noch woanders.
00:38:11: Genau!
00:38:11: Man kann seine Probleme einsenden und aus den Problemen werden dann Songs und wir alle gemeinsam singen an diese Lieder und dadurch das Problem gesungen wird, dadurch wird es auch gelöst.
00:38:25: Die Gemeinschaft findet sich zusammen und nimmt sich den Dingen an.
00:38:33: Und dann ist dadurch eine Problemlösung entstanden, vielleicht auch nur für fünf Sekunden.
00:38:41: Das hat was finde ich sehr Schönes.
00:38:47: Ich fand es toll mit den Leuten diese Probleme zu besingen.
00:38:52: Wenn man das weiter denkt... Podcast dreht sich ja um Kunst, Wirtschaft und Transformation.
00:38:57: Und ich weiß nicht ob das schon mal passiert ist.
00:39:02: aber wenn ein Unternehmen auf dich zukommen würde denn gerade des Thema so Angst nicht äußern was du eben beschrieben hast was Sache ist die üben von von Dingen zu äußeren die angstlos werden und vielleicht wieder auch in Utopien und Alternativen zu denken.
00:39:18: könntest du dir das Vorstellen, was würde da passieren?
00:39:21: Kommt du ein
00:39:22: bisschen auf das Unternehmen an.
00:39:23: Aber grundsätzlich kann ich mir das überall vorstellen!
00:39:30: Ich könnte mir das sehr ja doch in so einem Walzwerk oder in so einer großen Produktionshalle... ...oder in so einen Hochlager bei Amazon oder so könnt Problem-Lieder zu singen.
00:39:44: Wie findest du es?
00:39:46: Also ich hätte das total Lust drauf das zu machen
00:39:50: Also Probleme zu identifizieren, zu benennen und gemeinsam
00:39:54: wegzusehen.
00:39:56: Nicht wechseln oder lösen.
00:39:56: Ja
00:39:56: nicht wegzulösen sondern einfach dadurch die Lösen dass sie in den Äther sich erheben die Probleme uns so gesang werden und das man Chöre bildet.
00:40:09: Und also diese Bilder von Chören ist einfach... Das hat irgendwie dieses Gemeinschaftsstift ne?
00:40:15: irgendwie schön ist und ich kann mir das eigentlich in jedem Zusammenhang vorstellen.
00:40:20: Ich möchte, es wäre zynisch, dass jetzt sagen wir mal für also... Es geht dann schon um den Menschen, es geht nicht um die Maximierung von Profit natürlich oder aber ich stelle mir das auch gut vor.
00:40:37: Hätte ich Bock drauf!
00:40:49: sehr, sehr schönen Schluss des Podcasts erstmal.
00:40:54: Aber du kommst natürlich nicht davon ohne die... es gibt die Standardfrage zum Einstieg und auch die zum Ausstieg nämlich die nach dem Phantasiemuskeln.
00:41:05: Denn wir glauben ja dass der Muskel eine Kraft ist ein wirklicher Muskel einen Vorstellungskraftmuskel den man trainieren kann.
00:41:16: Und meine Frage daher hast Du diesen Muskel auch, davon gehe ich aus.
00:41:20: Aber wie trainierst du ihn?
00:41:22: Was gibst du den Hörer in mit auf die Reise?
00:41:28: Was können sie von dir mitnehmen?
00:41:31: Ja also ich glaube was mein Fantasiemuskel... Also ich muss ihn glaube nicht trainieren weil er automatisch so wo sich hin arbeitet.
00:41:43: aber die Realität ist mein Fantasi-Muskel.
00:41:49: Ich finde die Realität, wenn man sie betrachtet ... kann man gar nicht anders als dass da eine Fantasie entsteht.
00:42:04: Weil ich kann das gar nicht so gut erklären, glaube ich.
00:42:08: Die Fantasiede, ja... Realität!
00:42:12: Ich habe mal ein Buch geschrieben, Lob der Realität.
00:42:14: Ich bin großer Freund der Realitet und Fantasies hat auch als Wort ja auch so was, ein bisschen trashig airbrush-mäßig irgendwie so Adler die irgendwie durch den Regenbögen fliegen und so.
00:42:35: Und ich finde Fantasie eigentlich, ja es hat also etwas pubertäres aber trotzdem auch natürlich was sehr schönes und ich bin eigentlich mehr Freund der Realität.
00:42:52: Das verletzt die Realität, wie so ein... Wie nennt man den noch?
00:42:57: Wo man so drauf rumhüpft.
00:42:58: Dieser Sprung.
00:43:00: So ein Trampolin.
00:43:01: Ja!
00:43:02: Ich finde die Realität ist so'n Trampoline und wenn man da so rein springt dann schießt es einzurück und man kommt dann irgendwo anders hin.
00:43:12: Und vielleicht ist das dann der Luftraum der Fantasie in dem man so rein... katapultiert wird und dann kommt man wieder zurück, aber die Realität ist das was immer da ist.
00:43:33: Die Realität als Abschluss und Arme auch.
00:43:37: Mir gefällt natürlich der Fantasiemuskel weil es mir nicht nur um die Adler im Regenbogen geht sondern natürlich auch um die Fantasi sich andere Zukunft vorzustellen.
00:43:52: ich finde es aber schön mit dem Bild aufzuhören Adler im Regenbogen.
00:43:57: Ja, ich habe einen Song und der hat hier große Sonne verbrennt das ganze Geld von einem Album und da geht es auch um die... wie meine alten Schuhe ist das wie glaube ich?
00:44:11: Und die Adler, was für ein majestätisches Bild!
00:44:14: Ich liebe dieses Bild.
00:44:16: Ich bin auch durch dieses so Airbrush-Trash, der kriegt mich dann doch am Ende immer weil das natürlich so was Archetypische Dinger sind.
00:44:27: Insofern, ja genau mein neues Buch sieht auch eigentlich aus ein bisschen airbrush und
00:44:36: fancy
00:44:37: Farben.
00:44:38: Genau deshalb ich bin absoluter Freund von der Fantasie.
00:44:44: Dann entlassen wir sie jetzt dahin wo auch immer Sie sind.
00:44:49: In die Realität
00:44:50: kann man.
00:44:51: Ja, ist doch schön!
00:44:53: Das ist schon das Beste in der Realität.
00:44:56: Dann vielen Dank für dieses tolle Gespräch.
00:45:00: Gerne, danke!
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