#85 Zukünfte Visualisierung – mit Holger Volland
Shownotes
Holger Volland ist Vorstandsvorsitzender der Brand eins Medien AG und beschäftigt sich mit den Schnittstellen von Medien, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Im Fantasiemuskel spricht er über die Spaltung des Marktes in synthetische Gebrauchsinhalte und mensch-gemachte Premiumprodukte.
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00:00:00: Holger Volland ist Vorstandsvorsitzender der Brand I Medien AG und einer der renommiertesten Köpfe an der Schnittstelle von Medien, Digitalisierung und KI.
00:00:09: Bevor er Brand I führte war er Vizepräsident der Frankfurter Buchmesse und gründete dort das Festival The Arts Plus für digitale Kultur.
00:00:18: In seinem aktuellen Buch Overload prognostizierte er im Jahr zwanzig, dass bis zu sechsundzwanzig über neunzig Prozent aller Inhalte synthetisch erzeugt werden Und fragt, was das mit unserem Begriff von Wahrheit macht.
00:00:33: Wie wir trotz Inhaltszunami noch unterscheiden, was real ist, welche Verantwortung Medien jetzt tragen und ob KI Journalismus rettet oder ruiniert besprechen wir in dieser Ausgabe von Phantasiemuskeln – dem Monopolpodcast über Kunst, Wirtschaft und gesellschaftliche Transformation.
00:00:50: Mein Name ist Alexander Duttkin
00:00:52: und mein Name ist Friedrich van Bochers.
00:00:54: Lieber Holger!
00:00:55: Schön dass du heute bei uns bist.
00:00:57: Schön, dass ihr mich eingeladen habt.
00:01:15: Ja unsere erste Frage ist eine biografische.
00:01:18: meistens reden wir ja mit Künstlern ändern die fragen wie immer Wie bist du zur Kunst gekommen?
00:01:23: Du bist jetzt kein Künstler Sondern Medienmacher.
00:01:28: Wie bist zu dem bekommen was man Medien nennt, also vom Buch zur Zeitschrift zum Magazin und jetzt zur Digitalisierung.
00:01:40: Ja meine Eltern sind schuld, meine Mutter ist Buchhändlerin und mein Vater war einer der ersten Programmierer die es bei Vater Staat gab und meine Mutter hat mir als Kind schon immer stapelweise Bücher hingestellt und gesagt komm ließ Junge!
00:01:55: Mein erster Job war glaube ich auch mit fünf Jahren Bücher einsortieren in der Buchhandlung Und mein Vater fand das doof und hat gesagt, nee, Computer ist die Zukunft.
00:02:05: Lernen mal programmieren!
00:02:06: Das ist
00:02:06: wichtig.".
00:02:07: Und er hatte damals noch mit Lochkarten programmiert und wollte mir das beibringen.
00:02:10: Es hat er zum Glück nicht geschafft weil die Maschinen einfach zu groß waren aber er hat mich dann doch relativ früh Rechner hingestellt so zum Ausprobieren.
00:02:19: Ich fand beides gut.
00:02:22: Als gutes Kind wollte ich wieder Mutter enttäuschen, noch Vater enttöschen und jetzt bin ich halt irgendwas dazwischen geworden Und würde mal sagen, das hilft diese beiden Welten in mir zu haben.
00:02:33: Und deine Eltern haben eine glückliche Ehe geführt und sind noch zusammen?
00:02:38: Falls sie noch leben oder haben diese Welten dann gekläscht irgendwann?
00:02:43: Nein, nein, die sind noch zusammens.
00:02:44: Die streiten aber wirklich seit vielen Jahrzehnten bis aufs Blut und die Lust am Streit Ja, Ringen darum was was denn richtiger ist.
00:02:56: jetzt man zum Beispiel Zeiten z.B.
00:02:59: sich Kultur anguckt Kulturbüter die digitalisiert werden oder die in der digitalen Welt stattfinden dann gibt es ja ganz oft so Grundsatzdebatten darüber ob das jetzt zum Beispiel noch Kunst ist.
00:03:10: Ist es noch Journalismus wenn es eine KI schreibt?
00:03:13: Ist es Noch ein Schützenswert der Text wenn er aus einer Maschine kommt und solche Grundsats Diskussionen haben mich auch seit Glindheit begleitet.
00:03:20: deswegen finde ich eigentlich eher Erheiternd und spannend.
00:03:24: Du hast ja auch gerade erzählt, dass dein erster Job mit fünf das Bücher sortieren war.
00:03:31: Bist also auch schon früh mit Arbeit konfrontiert worden?
00:03:34: Ich mute immer so mal, dass du mit fünf noch kein Geld dafür bekommen hast.
00:03:38: Aber sagen dieses Thema des ökonomischen Erfolges zieht sich ja durch deine Tätigkeit.
00:03:44: Du bist ja nicht sozusagen Wissenschaftler, du bist nicht ein Künstler sondern immer auf der Seite die ekonomisch funktionieren muss.
00:03:51: Und du warst ja auch schon bei Pixel Park dabei, einen der ersten deutschen Multimedia-Agenturen die versucht haben diesen neuen Technologien damals von der letzten Nullerjahre auch ökonomisch fruchtbar zu machen.
00:04:03: wie?
00:04:04: Wie war denn jetzt der Schritt zwischen diesem kindlichen Konfrontation mit den unterschiedlichen Medienwelten und dann der Realität damit zu behaupten Geld zu verdienen oder tatsächlich auch großes Geld damit zu machen?
00:04:19: Mir der Zwischenschritt war mein Studium.
00:04:20: Ich habe Informationswissenschaft studiert und das war ein Studiengang, der sich intensiv mit der Frage beschäftigt hat wie aus Informationen waren werden.
00:04:31: also die Ökonomisierung von Daten war eigentlich der Kern dieses Studiengangs, der dann leider auch eingestellt wurde weil man an der FU Berlin damals dachte dass es definitiv nicht die Zukunft.
00:04:42: Also ich hatte großes Glück.
00:04:43: war glaube ich alle von fünf Jahrgängen oder so die das studieren konnten.
00:04:48: aber Da habe ich gelernt, dass Datenware sind.
00:04:53: Dass Informationen etwas sind für das Menschen Geld bezahlen und auch unabhängig von der Form Geld bezahlen.
00:05:02: Und ich glaube es war die wichtigste Erkenntnis damals um mich auf die Welt digitaler Kulturgüter vorzubereiten, die ja dann später auch bei der Buchmesse einfach eine total wichtige Rolle spielte weil seit, naja ich wollte mal sagen seit zwanzig Jahren ungefähr eine kulturelle Disziplin nach der anderen immer wieder unter neue spannende digitale Räder kommt.
00:05:28: Das war erst die Digitalisierung von Inhalten, dann war es die verfügbarkeit von Inhalten im Netz, die freie Kommentierbarkeit des Remixes und jetzt natürlich KI als neueste Disruption.
00:05:46: Ich finde das wahnsinnig spannend dass du Kindheit auf, eigentlich immer diesen Kontrast hast zwischen Printbuch also dem einen alten Medium und dem neuen.
00:05:58: Und der dann auch in der Agentur, da bist du wieder bei der Buchmesse jetzt bist du bei Brandeins was ja auch vielleicht so ein bisschen zweigleisig zu betrachten ist oder zwei Images hat.
00:06:08: Wie gehst Du?
00:06:09: Oder bist Du vielleicht auch schon im Studium oder zumindest direkt nach dem Studium in der Arbeitswelt mit diesen Spannungen umgegangen, die du jetzt gerade bei deinen Eltern noch beschrieben hast.
00:06:18: Aber ich kann mir sehr gut vorstellen dass die vor allem dann im beruflichen als irgendwie pionierarbeitleistende Agentur zum Beispiel da immer wieder ganz große Reibungen sind bei denen man manchmal vielleicht auch daran denkt nicht jetzt mit den neuen Medien zu kommen.
00:06:35: Ja das hängt immer so ein bisschen vom Job ab den ich gerade mache.
00:06:38: also wenn mein Job beinhaltet dass sich da einfach zugucken kann und finde ich das wahnsinnig interessant denn davor Wo die größten Emotionen hochkochen, ist es meistens am spannendsten.
00:06:49: Da wird meistens dann ein Punkt berührt der zum Beispiel den Kern des Selbstverständnisses als Künstlerin, als Medienmacher, als Verlegerin, als Autor betrifft.
00:07:01: und wenn ich einen anderen Job habe nämlich zum Beispiel daraus ein Geschäftsmodell zu machen, dann bin ich weniger entspannt und gelassen.
00:07:07: Weil jetzt gerade wenn wir uns die Magazinlandschaft angucken, Brandeins ist jetzt ein Magazin des twenty-fünf Jahre alt geworden ist.
00:07:15: Es ist kein vergnügungssteuerpflichtiges Unterfangen derzeit einen Magazinverlag zu führen, ne?
00:07:23: Wenn es ein reiner Magazin Verlag ist.
00:07:25: Wir haben zum Glück früh angefangen.
00:07:26: auch andere sagen uns auszudenken aber Ich finde das schon brutal wie... Wie alt bist du Wenn ich fragen darf, wie viele Abos hast du von Magazinen und Zeitungen?
00:07:40: Ich glaube es
00:07:40: beschränkt sich auf die New York Times.
00:07:43: Und ein Print-Reportagen-Medium.
00:07:47: Okay
00:07:48: das ist schon nicht schlecht.
00:07:49: damit bist du zweieinhalb Prozent besser würde ich mal sagen als als als die Altersgruppe.
00:07:54: Und ich finde es brutal dass alles was mehr sagen wir mal unter fünfunddreißig Ja, so als Vinyl-Coffee-Tablebuch spannend findet.
00:08:09: Und am brutalsten finde ich das natürlich mittlerweile geschwappt ist ein anderes Semester auch.
00:08:13: Also wenn ich mir auch mein eigenes Leseverhalten angucke dann sehe ich auch dass sich zunehmend einfach nur noch digitale Quellen und die auch nur noch vereinzelt nutze und gar nicht mehr.
00:08:25: Ja, die Zeitung als ganzes interessant finde ich dann einfach ein Artikel und die Zeitungen als Absender gutfinde.
00:08:33: Und die Schnelligkeit mit der das in den letzten zehn Jahren passiert ist schon echt hart für alle, die in diesem Betrieb Geld verdienen?
00:08:42: Du hast ja eben gesagt dass du an deinem Studium gelernt hast, dass es egal ist welche Form die Information hat.
00:08:49: man kann sie als Ware verkaufen.
00:08:50: aber wenn ich schon so'n bisschen als Design Theoretiker zusammenge weil die Brand I sehr schon eines der Flagship Beispiele ist oder bei Gründung war für ein ambitioniertes Grafikdesign trägt zu einem Image bei, mit dem man ein thematisch neues Magazin platzieren kann und das ja auch konsequent durchgezogen wurde.
00:09:11: Und ich denke auch zum Erfolg von Brand I beiträgt dass es halt immer auch Coffytablet Quality hatte und gut aussah und sich damit von den älteren Mitbewerbern abgegrenzt hat als der coole Teil.
00:09:25: Insofern habe ich mich ein bisschen gewundert, dass du gesagt hast es kommt ohne die Form aus, wo doch die Form für euch so wichtig ist und du jetzt gleichzeitig gerade lamentiert hast das die Form sich geändert hat und auch meine Generation, ich lehse überhaupt kaum noch Print weil ich das ja nicht groß ziehen kann und hab mich gewundert einen...
00:09:47: Wir sind natürlich die Ausnahme von der Regel als Brandeins.
00:09:51: E. So wurden wir gegründet, tatsächlich stimmt es auch!
00:09:54: Wir sind insofern eine Ausnahme aus der Regel, dass die Leute, die Brandeines als Coffee-Table Objekt gut finden, glaube ich gar nicht mal so sehr am Inhalt, am einzelnen Artikel als solchen interessiert sind sondern eher an dem, dann nennen wir das mal an dem Vibe den so einen Magazin verströmt.
00:10:16: In jeder Ausgabe geht es um einen thematischen Schwerpunkt und diese Schwerpunkte versuchen wir so zu greifen, dass möglichst viele Aspekte einmal geklärt werden.
00:10:29: Da gibt's natürlich auch Dinge in so einem Magazin die sich widersprechen weil sie einfach zwei unterschiedliche Aspechte sind die beide ihre Gültigkeit haben.
00:10:37: aber insgesamt versprüht dann so eine Ausgaben einfach das Gefühl Da hat sich eine Redaktion mit allem beschäftigt, was in diesem Themenbereich, in diesem Schwerpunkt momentan wichtig ist.
00:10:52: Eines der bestgehüteten Geheimnisse im Buchwesen ist wie viel Prozent Leserinnen und Leser von Büchern überhaupt lesen?
00:11:01: Es gibt wenige Firmen die das wissen.
00:11:02: Amazon ist einer dieser Firmen und sie halten das extrem geheim weil wahrscheinlich am Ende raus kommt dass so ein durchschnittliches e-Book zu vierzig Prozent gelesen wird und sechzig Prozent werden weggeschmissen quasi gedanklich.
00:11:16: Ich weiß nicht, ob es bei Magazinen besser ist also ich könnte mir vorstellen dass so ein Coffitable-Magazin wie Brandeins auch benutzt wird.
00:11:24: im Idealfall liegt das da und wird immer mal wieder aufgeschlagen und immer mal wider liest man einen Artikel aber ich kenne wenige Menschen die sich die Zeit nehmen müssen einmal durchzulesen.
00:11:34: gleichzeitig stimmt natürlich dass immer weniger Menschen jetzt bei Informationen auf gedruckte Informationen zurückgreifen.
00:11:43: Gedruckte Information sind sehr schnell alt, die sind sehr schnelle Unpräzise und immer unpersönlich.
00:11:51: Und natürlich hat bei der reinen Information das digitale extrem viele Vorteile.
00:11:57: Aber wenn wir jetzt über Medien reden, dann reden wir nicht nur über Informationen, die da kommuniziert werden.
00:12:03: Mich wundert
00:12:03: ja vor dem Hintergrund deiner Aussage auf die wir sicherlich gleich noch zu sprechen kommen, dass eigentlich heute da neunzig Prozent aller Inhalte synthetisch schon sein müssten.
00:12:15: Dass du als Zielgruppe noch menschliche Leserinnen adressierst weil doch eigentlich das Leseverhalten der Zukunft für euch sein müsste, dass die KI die Brand einliest um dann den die KI-Benutzerin, die etwas über ein wirtschaftliches Thema wissen möchte sofort mit Brandeins zu verlinken um dann diesen einen spezifischen Artikel zu lesen.
00:12:42: Also eigentlich ist doch der Leser, den man sich imaginiert als Magazin, als News Portal, als Wissens Content Generator erst mal eine künstliche Intelligenz.
00:12:57: Ja findest du?
00:12:59: Der Zukunft also vielleicht noch nicht heute
00:13:02: Findest du?
00:13:03: Also ich...
00:13:05: Na, du willst es verkaufen.
00:13:06: Ja!
00:13:06: Und ja, ich will's glaube nicht an KI verkaufen aus mehreren Gründen.
00:13:11: Der wichtigste Grund ist dass ich bisher kein einziges KI-Modell kenne das Urheber in irgendeiner Form verbeteiligt am Erlöst.
00:13:22: Das ist der wichtigstegrund.
00:13:23: also warum sollte ich irgend einen Inhalt für eine KI lesbar machen, der für mich aus ökonomischen Gründen wichtig ist?
00:13:31: Selbstverständlich haben wir Inhalte, die nur für KI gedacht sind.
00:13:35: Es gibt auch auf der Brandeins-Website Artikel, die so aufgebaut sind, dass sie ganz klar geooptimiert sind.
00:13:43: Ich gehe nicht davon aus, dass irgendwelche menschlichen Leser sich dafür interessieren.
00:13:46: Das sind aber nicht die Artikel aus dem Heft!
00:13:49: Denn die Artikele aus demHeft haben ja für uns einen Wert und wir wollen ja auch das Sie für unsere Lesenden ein Wert haben.
00:13:56: Und dieser Wert geht dann verloren wenn ich einen guten Artikel aufsplitte in einzelne Informationsbröckchen.
00:14:03: Also wenn ich den Prozess quasi wieder rückgängig mache, also ein Autor holt sich ganz viele kleine Informationsschnipsel.
00:14:12: aus diesen Schnipseln baut er dann eine Geschichte.
00:14:15: diese Geschichte geht dann in manchmal fünf sechs Schleifen durch eine Redaktion durch wird immer besser gemacht damit am Ende da eine Geschichte rauskommt die wirklich begeistert und die außergewöhnlich ist und die Dinge herauskitzelt, die man bisher noch nicht finden kann über dieses Thema.
00:14:34: Wenn ich das Ganze jetzt wieder zurückabwickle und wieder in die Informationseinheiten zurückführe dann brauche ich ehrlich gesagt uns nicht denn wir sind ja vor allem dafür da um gute Geschichten zu erzählen.
00:14:44: Wir haben auch Autorinnen und Autoren, die besonders gut darin sind, Geschichten zur Erzähne.
00:14:48: Wir sind nicht dafür da Informationen in aller Breite bereitzuhalten.
00:14:52: Da gibt es andere, die sehr viel besser und sehr viel aktueller können.
00:14:56: Ich würde vielleicht in der Stelle auf diese Prognose eingehen bzw.
00:15:00: generell auf dein Buch, wo du ja über die synthetische Produktion von Büchern sprichst, vielleicht angefangen mit dem Entstehungsprozess?
00:15:09: Es war das ... weil es war halt vierundzwanzig also gab's schon sozusagen zwei bis hin mehr Jahre diese Sprachmodelle.
00:15:18: was hat dich dazu angeleitet überhaupt das Buch zu schreiben?
00:15:21: und fangen wir vielleicht damit an?
00:15:24: Ja, das war diese Zahl.
00:15:25: Denn diese Zahl, diese Prognose des neunzig Prozent aller Inhalte im Netz von KI stammt ist ja nicht von mir, sondern dass es eine Zahl ist die sich rasend schnell verbreitet hat.
00:15:37: Im Jahr zwei tausend dreiundzwanzig war das.
00:15:39: Ich bin auf die gestoßen in einem Artikel in der New York Times und da stand das aufgrund einer aktuellen Studie der Europol Man davon ausgehen kann, dass im Jahr im Jahr die Inhalte im Jahr für die K.I.
00:16:01: generiert sei mehr.
00:16:02: Dann habe ich mir diese Europolstudie geholt und in dieser Europol-Studie wurde auf Expertinnen und Experten verwiesen aus der Wissenschaft, die das herausgefunden haben.
00:16:13: Dann hab' ich mir angeguckt worauf sich bezogen sind in diesen Quellen?
00:16:18: Habt dann irgendwann, hatte ich so ein Netzwerk gefunden von sechs, sieben, acht Quellen die sich immer aufeinanderbezogen haben und auch diese wissenschaftlichen Papers, die da genannt wurden referierten nur auf einen Artikel den Sie wiederum woanders gelesen haben.
00:16:34: Also am Ende kam raus es gibt genau ein einziges Interview.
00:16:38: dieses interview hat Viktor Repabelli gegeben.
00:16:40: Victor repabelli ist der CEO oder war damals der CEO von einem Unternehmen das synthetische Inhalte genauer gesagt synthetische Sprach- und Videoinhalte erzeugt hat.
00:16:52: Und Victor Rippa Belli hat in einem Buch für das Erinterview-Turdle dann eben gesagt, na ja ich kann mir schon vorstellen dass bis zum Jahr zwanzig bis zu neunzig Prozent aller Videoinhalte KI generiert sind.
00:17:03: Es wurde dann so aufgegriffen von allen es wurden immer größer diese Zahl und immer wichtiger und das fand ich interessant!
00:17:09: Ich fand die Zahl gar nicht spannend sondern ich fand interessant dass so viele Medien schaffende Und auch Quellen, also im Schluss gab es Zitate in einem Briefingpapier des Europäischen Parlamentes mit dem die Abgeordneten dafür vorbereitet werden Gesetzgebung zu verstehen.
00:17:29: Bis in dieses Briefing-Papier hat das das geschafft und ich fand interessant woran es liegt.
00:17:32: wie so finden es Menschen so glaubwürdig dass innerhalb von wenigen Jahren der allergrößte Teil von Informationen im Netz KI generiert sind.
00:17:42: Das war der Startpunkt für meine Recherchen, um dann eben zu gucken.
00:17:47: Wo ist die Gefahr denn tatsächlich groß, dass es so ist?
00:17:51: Ist das überhaupt eine Gefahr oder gibt es vielleicht viele Medienbereiche in denen es vollkommen normal ist und in denen gar kein Thema und Problem ist?
00:17:59: Ich habe mir das Ganze ein bisschen differenzierter angeguckt und hab dann aber natürlich schon festgestellt, wer nicht geschrieben hat, dass man Bereiche gibt, in denen mir dann schon Angst und Bange wurde!
00:18:12: Zum Beispiel der Bereich der Literatur oder auch der Bereich, der Musik.
00:18:18: Wenn wir uns angucken heute wie Plattformen wie Deezer und Spotify damit zu kämpfen haben dass einfach ein Kislop-Song nach dem anderen hochgeladen wird dann ist das ein echtes Problem für die ganzen Artists auf diesem Plattform denn auch ein Thema zu dem wir sicherlich noch kommen werden wenn ich eine wirklich leistungsfähige KI habe, der ich sagen kann.
00:18:44: Mach mal ein Lied das sich so anhört wie Taylor Swift ohne dass es Taylor Swift ist und dann mache ich vielleicht eine ganz leicht veränderte Stimme rein.
00:18:52: Hab aber dann trotzdem einen Song der eigentlich Piggyback Taylor Swift Content ist.
00:19:00: Dann ist das für mich zumindest mal ein bisschen ehrenrührig.
00:19:05: Taylor Swift wird wahrscheinlich sagen Es ist ein Angriff auf ihr Geschäftsmodell.
00:19:09: Aber wenn wir Das Geschäftsmodell mal kurz vergessen, könnte man auch sagen okay.
00:19:15: Vielleicht geht jetzt eine historische Phase die vielleicht fünfhundert Jahre alt ist wenn ich an Text denke und hundert Jahre wenn ich am Tonträger denke vorbei wo es ein Geschäfts-Modell war durch Verfielfältigung Geld zu verdienen von dem sehr wenige profitiert haben.
00:19:39: Unter den sehr, sehr vielen Musikerinnen gibt es sehr wenig Taylor Swift.
00:19:44: Und wir kommen wieder zurück zu einem anderen Geschäftsmodell wo der die Schriftstellerin eine Erzählerin ist und sie sitzt als Mensch vor einem Publikum und erzählt und der die Musikerin tritt halt auf und macht Musik.
00:20:01: Das ist das wo wir das andere erleben.
00:20:04: Das Besondere was dann halt ein Künstler oder einer Künstlerin ausmacht.
00:20:09: Und die Gebrauchsmusik in Anführungszeichen im Fahrstuhl, im Supermarkt beim Autofahren und beim Bügelen mag dann halt eine KI-generierte sein.
00:20:20: Genauso wie der Text im Sportteil, der noch nie eine besonders hohe literarische Qualität in den Printmedien hatte ja jetzt auch schon größtenteils KI generiert ist.
00:20:32: Also wo?
00:20:34: Was ist so schlimm daran wenn wir einer präzisere Differenzierung haben wo wir das intensive menschliche haben wollen, was Kunst ausmacht und wo die ja das schnelle verfügbare dann auch kostengünstige haben, was vielleicht KI ausmach.
00:20:54: Bleiben wir mal beim Musikbeispiel.
00:20:56: ich weiß nicht wie viel Prozent der Einnahmen von Musikerinnen und Musikern durch Konzerte generiert werden.
00:21:07: An Problemen ist es tatsächlich, wenn wir uns das Geschäftsmodell angucken.
00:21:11: Es ist für die Leute, die Musik hören dann kein Problem, wenn's ihnen egal ist ob wer der Ureber von der Musik isst.
00:21:20: Das ist aber vor allem ein Problem für diejenigen, die davon leben und das sind ja nicht nur die Künstlerinnen und Künstlern sondern das ist ja die ganze Branche drum.
00:21:31: Also auch die Musikverlage beschäftigen ja Leute, Agenturen, die damit zu tun haben, beschäftigen Leute, die davon leben.
00:21:39: Und ich habe jetzt da die Zahlen nicht parat, aber ich könnte mir vorstellen dass ein durchschnittlicher Musiker früher also vor zehn Jahren einen Großteil seiner Einnahmen generiert hat durch Konserven, also durch CDs, durch Audiodateien, die verkauft wurden durch Benülplatten und Ein bisschen was mit Live-Auftritten.
00:22:03: Heute hat sich das wahrscheinlich bei vielen gedreht, aber eben auch nur bei denen die Liveauftritte machen können.
00:22:09: Denn auch die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Produktionsressourcen für Livekonzerte sind ja ungleich viel aufwendiger als jetzt zum Hören eines Liedes irgendwo.
00:22:21: Das heißt, als Verbraucher ist es für mich total easy einfach mal in so ein Song rein zu hören für fünf Minuten.
00:22:26: Es ist natürlich sehr viel aufwändiger wenn ich jetzt zu einem Konzert von dieser Musikerin gehe Und das zeigt ja schon, dass es ein Geschäfte sind dem dann auch wieder nur ganz wenige wahrscheinlich davon leben können.
00:22:39: Denn von so einem Wohnzimmerkonzert in irgendeiner Hamburger Kneipe mit zwanzig Leuten am Abend kann ja auch kein Mensch mehr leben.
00:22:49: Aber die Frage wie verändern sich diese Geschäftsmodelle ist natürlich eine absolute Legitime.
00:22:54: im Laufe der Jahrhunderte hat sich das immer wieder verändert.
00:22:58: Wir hatten jetzt halt Künstler vor allem durch Metzenatentum gefördert worden.
00:23:02: Also da gab es dann gar nicht das Publikum, das gezahlt hat sondern es gab wenige Leute.
00:23:07: die hatten halt viel Geld und haben dafür gesorgt dass mit diesem Geld Kunst finanziert wurde.
00:23:13: auch das ist etwas was als mögliches Geschäftsmodell natürlich einmal angeguckt werden kann, hat aber natürlich andere Nachteile.
00:23:22: Musik oder Kunst, Kultur waren ja immer auch Teil einer demokratischen Gesellschaft die es ermöglicht hat das eben ganz viel und ganz wie verschiedene von diesen Inhalten erzeugt werden konnte.
00:23:35: wenn ich abhängig bin von wenigen Medzenen dann bin ich halt leider auch abhängigt davon was die gerne transportieren möchten.
00:23:42: Aber Zurück zu deiner Frage.
00:23:44: Du merkst, wie ich ringe?
00:23:45: Das ist noch nicht ausgebildet.
00:23:49: Wie sich das in der Zukunft entwickeln würde.
00:23:52: Ich glaube es wird einfach sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle geben.
00:23:55: für manche funktioniert Konzerfe gut, für andere funktioniert Live-Event gut.
00:24:00: Übrigens auch in der Literatur lustigerweise wenn wir mal angucken wie viele Bücher auf den Markt geworfen werden dann ist das ja auch ein Feld was als nächstes sicherlich dran sein wird Wenn rauskommt, dass ein Großteil dieser Bücher auch mittlerweile mit der Hilfe von KI geschrieben.
00:24:17: Es wundert mich sehr, dass der Outbund nicht noch größer geworden ist und dann muss ich mir irgendwann natürlich als Leser die Frage stellen, will ich dafür jetzt wirklich vierundzwanzig neunzig zahlen oder reichen dafür vielleicht acht Euro auch?
00:24:31: Weil ganz ehrlich das war vor allem promptigen Aufwand.
00:24:35: Mich würde jetzt doch noch irgendwie operativ Interessieren, wie du jetzt viel über Musik gesprochen und du hast von Anfang an gesagt, Brandeins steht da ein bisschen besonders da.
00:24:47: Es ist nicht die Tageszeitung, die sich dann im Live-Blog mal vielleicht mehr KI leistet.
00:24:54: Trotz der ganzen Rechtschriftfehler, die für mich da findet... Wie gehst Du damit?
00:24:58: Und wie ringst Du sozusagen in so einem Unternehmen was ja auch wirklich mit diesem krassen Print-Historie er hat?
00:25:06: Jetzt, was ist die Praxis für die Autorinnen?
00:25:12: Wie begleitest du sie?
00:25:14: Gibt es Handlungsempfehlungen oder nicht?
00:25:16: Das würde mich jetzt noch interessieren wie das bei euch konkret aussieht.
00:25:19: Wir haben ja unterschiedliche Rollen.
00:25:20: zum Glück also ich bin ja für den wirtschaftlichen Teil unseres Verlages zuständig und für die Inhalte und die Arbeit mit den Autorinautoren ist die Chefredaktion oder die Redaktion zuständig.
00:25:29: D.h.,
00:25:30: die reden auch intensiv miteinander aber Du hast ein Wort benutzt, dass es glaube ich ganz gut trifft.
00:25:37: Ringen also auch.
00:25:39: wir haben noch nicht die finale antwort darauf gefunden wie die brand eins firma der zukunft aufgestellt sein wird.
00:25:50: momentan ist sind wir in so einem zwischen stadium.
00:25:52: also wir haben ein teil der belegschaft die richtig richtig gut darin sind dieses coffee table magazine zu produzieren.
00:26:00: die haben ein unglaubliches gespür dafür was auf zum cover drauf sein muss.
00:26:05: Die wissen ganz genau, wie so eine Geschichte dann auch layoutet werden muss.
00:26:09: Damit sie spannend bleibt, selbst wenn sie vielleicht ein bisschen anstrengender oder anspruchsvoller ist... Da sind Leute die in ihrem Fach grandios sind, die aber an anderer Stelle nämlich zum Beispiel über der Frage Wie muss ich so einen Artikel aufbereiten, dass er geotauglich ist?
00:26:26: Nicht wirklich unterstützen kann!
00:26:28: Dafür gibt es andere Leute wir reingeholt haben, die natürlich für diesen Teil eher stehen und dann gibt es so ein paar Leute dazwischen.
00:26:36: Das sind dann eher Menschen mit dem Management, mit der Organisation, mit Kontakten nach innen und außen zu tun haben.
00:26:43: Die leben so ein bisschen zwischen den beiden Welten aber wie jeder Verlag natürlich beide Welten bei uns noch im Haus und ich weiß auch nicht wie lange das sein wird.
00:26:55: vielleicht muss es auch immer so sein.
00:26:56: also vielleicht wird es so sein dass wir irgendwann eine einen Strang haben von Strengkreativen und dann haben wir einen Strhang von streng datenbasierten Leuten.
00:27:08: Und wir müssen gucken, wie wir zwischen den Verbindungen herstellen.
00:27:12: aber ja wie gesagt es ist immer noch ein Ringen und ich beobachte das bei ganz vielen Verlagshäusern dass das ein Ringchen ist.
00:27:21: Ich bin immer sehr neidisch wenn ich dann auf irgendwelche Publishing Start-ups gucke die sich komplett digital neu erfunden haben.
00:27:31: Oder, auf der anderen Seite wenn ich auf Firmen schaue, die sich dem Digitalen total verweigern also gerade ein großes Verlagshaus das gesagt hat wir stoßen einfach alle unsere digitalen Aktivitäten ab Wir produzieren nur noch Print.
00:27:45: Das ist auch eine Antwort auf dieses Ringen.
00:27:48: Also weil man muss sich auch überlegen wie lang man sich das Ringen leisten kann.
00:27:53: Ich habe
00:27:53: mich jetzt in so einer nähere Zukunft versetzt weiß ich nicht sonst bin ich dreißig.
00:28:01: Was siehst du da?
00:28:01: Für deine Branche, für deinen Geschäftsmodell.
00:28:06: Also nicht vormundreißig ist echt weit weg!
00:28:08: Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
00:28:14: Was sehe ich da?
00:28:16: Ich denke dass sich das Mittelfeld noch weiter ausgedünnt hat.
00:28:24: wir sehen heute ja schon Wie in vielen anderen Branchen auch, dass es wenige sehr große Unternehmen, in diesem Fall Verlagshäuser gibt und dann gibt das die ganzen Nischen Anbieter.
00:28:37: Auch sehr viele Neugründungen Start-ups auf neue Magazine, die auf den Markt kommen.
00:28:43: Im Mittelfeld wird die Luft aber immer dünner und es liegt daran, dass im Mittelfelt halt einfach eine breite Masse mit, sagen wir mal eher generischem Botschaften oder mit so alt was wie bei Musik genannt Gebrauchsmusik Dann nennen wir es mal Gebrauchsinhalte, die da eine wichtige Rolle spielen in der Vergangenheit.
00:29:01: Und das wird wegbrechen.
00:29:02: und bis zum Jahrhundert, wenn wir glaube ich erleben, dass viele Verlage eben solche mittelformatigen Publikationen eingestellt haben, wenn nicht auch ganz viele Verlagen noch bis zum Jahrehundert über den Jahrhundern gehen und das einfach nicht geschafft haben.
00:29:20: Also es bleiben die Großen und dann bleiben die Nischen Anbieter.
00:29:25: Wir selber sind Anischenanbieter.
00:29:28: Wir sind ja ein klitzekleines Haus, seit twenty-fünf Jahren auch unabhängig von irgendwelchen großen Medienkonzernen.
00:29:38: wir gehören wenigen Shareholders und deswegen hoffe ich natürlich für uns dass wir es schaffen unsere Nische noch viel besser auszubauen.
00:29:49: was heißt Ausbauen?
00:29:50: das heißt der Wert der uns zugeschrieben wird nämlich Neue, neue interessante Themen herauszukitzeln.
00:30:01: Auf der einen Seite gute Geschichten zu erzählen auf der anderen Seite und drittens dich mit Leuten bekannt machen die das was du machst vielleicht schon mal besser gemacht haben damit du mit ihnen wir sind im Wirtschaftsmarkt sehen.
00:30:13: also bei uns gibt es ja Geschichte über Leute die Sachen gut gemacht haben und damit erfolgreich waren und Das wird ein für uns immer wichtigere Bestandteil Menschen zusammenzubringen.
00:30:23: deswegen Wenn du dir so unsere Wertschöpfung anguckst, dann hat die sich mittlerweile auch verändert hin zu einem immer größeren Anteil den wir mit Events, Peer Groups großen kleinen Veranstaltungen Konferenzen erwirtschaften.
00:30:39: Was wir versuchen all diese Events auch journalistisch zu bespielen heißt da sitzt dann immer jemand auf der Bühne und interviewt jemand anderen weil er eine Interesse hat daran etwas Neues rauszukitzeln aus dieser Person und kein Interesse dann irgendwie per Botschaften zu hören.
00:30:55: Aber es sind komplett andere Formate, ne?
00:30:57: Unser Podcast heißt ja für Kunst Wirtschaft- und gesellschaftliche Transformation.
00:31:03: Kunst ist vielleicht nicht dein primäres Thema.
00:31:06: über Wirtschaft haben wir viel gesprochen und ich würde gerne noch eine Mini Schleife ganz kurz zur Transformation drehen weil ich beim Zuhören mich gefragt habe ob Transformation überhaupt eine zeitgemäße Methode ist.
00:31:22: Transformation hat ja sowas von langsamer aber kontinuierlicher Veränderung, von einem Zustand der mal war in einen Zustand, der mal kommen wird.
00:31:31: Du hast jetzt aber eigentlich von Radikalisierungen gesprochen?
00:31:36: Also das Start-up was einfach nur Digitalisierung macht wie toll!
00:31:39: Das bestehende Publishing House sagt ne wir machen jetzt nur noch Print also radikalisieren.
00:31:45: du hast euch als Nische beschrieben, also als vielleicht geschützter Überlebensraum an dem die Veränderungen auch ein Stück weit vorbeirollen können.
00:31:57: Und damit letztlich eine Rückzugsstrategie.
00:31:58: ist Transformation angesichts der Veränderung, die uns bevorstehen technisch und damit auch ökonomisch wir haben über die Geschäftsmodelle gesprochen wirklich noch einen hilfreicher Begriff oder brauche eine hilfreiche Strategie andere Strategien und diesen Zukunfts-Herausforderungen zu begegnen.
00:32:19: Also vielleicht bevor wir zur Transformation können, für mich ist die Nische kein Rückzug.
00:32:23: Die Nische ist eine Spezialisierung ohne Positionierung, die aber nichts damit zu tun hat.
00:32:29: Ja viel besser Radikalisierung, Spezialisierung – aber das wären ja auch andere Strategie?
00:32:34: Ja interessanterweise hätte ich nie gesagt dass wir zum Beispiel Transformation als Strategie.
00:32:44: Transformation ist für mich eine Notwendigkeit und egal welchen Begriff du dafür verwendest, also der Begriff Transformation.
00:32:52: Der Begriff Change ist auch ein bisschen all Aber letztlich geht es darum Veränderung Möglichstmanagebar zu machen.
00:33:02: Veränderungen sind nie komplett managbar weil sie halt einfach auch passiert Und man darauf keinen Einfluss hat.
00:33:08: Man kann aber einer Organisation darauf vorbereiten dass Veränderungs zum Beispiel sehr schnell passiert Und man kann überlegen, wie gehen wir darauf ein?
00:33:18: Das Veränderung, die wir nicht im Griff haben.
00:33:22: Die vom Markt oder von Technologie oder von irgendeinem Krieg, der irgendwo anfängt auf uns einprallt.
00:33:29: Wie gehen wir damit um mit diesen Aspekten intern gut umgehen zu können?
00:33:36: Das ist für mich eine der wichtigsten Aspekte davon auf Transformationen gut reagieren zu können.
00:33:45: Ein anderen Begriff, was schwebt ihr da so vor?
00:33:48: Vielleicht hast du einen schon im Kopf.
00:33:49: Ich bin offen für schöne Veränderungsbegriffe.
00:33:54: Nee es kam ja nur so betulich vor.
00:33:57: Wir benutzen ihn ja selbst und ich habe mich gefragt ob er angesichts dieser Beschleunigung die wir überall erleben noch Noch zeitgemäß.
00:34:09: Der Begriff tut ein bisschen so, als könnte man einen Lehrbuch darüber schreiben und dann dieses Lehrbuch in Langarbeiten, die es ja auch gibt, eventually?
00:34:19: Ja dies auch gibt.
00:34:22: Lass uns mal gemeinsam suchen ob unser neuer Begriff dafür einfällt.
00:34:25: also aber Es wird sich ja nichts daran ändern das dass sich viele viele Dinge verändern.
00:34:33: Und wir haben momentan den Eindruck dass sich oder alle Menschen die man so befragt scheint den Eindruck zu haben, dass sich momentan schneller die Dinge verändern als in der Vergangenheit.
00:34:45: Wenn man genauer darauf guckt ist es gar nicht so, in der vergangenheit gab's ähnlich hohe Veränderungsgeschwindigkeiten, technologische Technische Disruption die genauso viel oder sogar noch mehr von den Menschen und Unternehmen abverlangt haben.
00:34:59: Aber wir reden halt die ganze Zeit drüber, ne?
00:35:02: Also wir haben halt unendlich viele Podcasts und Medien und Social Media und Magazine und Zeitungen und weiß ich nicht was um immer und immer wieder daran zu erinnern werden, was jetzt schon wieder Neues ist.
00:35:14: Ich meine allein müssen sich angucken wie dieser Ostsee-Wahl breitgeschlagen.
00:35:19: aber All das sind Informationen, die dafür sorgen, dass in mir der Eindruck entstanden ist.
00:35:24: Es ist wichtig und dringend diesen Wahl zu retten.
00:35:26: Und wenn der stirbt wird es eine Krise sein!
00:35:28: Und bisschen so ticken wir momentan.
00:35:31: Vielleicht ein bisschen von dem Sprechen ins Handeln oder zumindest Geist und Tun auszubalancieren?
00:35:38: Wollen wir nicht noch die Schlussfrage stellen in einer anderen Form?
00:35:44: Nämlich nicht nach dem... Fantasiemuske, den wir häufig fragen sondern nach dem Muskel der dieser Veränderungsoffenheit ermöglicht.
00:35:57: Weil ich mir ja schon vorstellen kann als Manager eines Unternehmens das von diesen Wandlungsprozessen gerade besonders betroffen ist oder einer Branche dass das total wichtig ist sich selbst und die Menschen um einen rum offen zu halten.
00:36:14: wie was kann man da machen wenn man Trotz deiner Analyse, dass es schon immer Veränderungen gegeben hat und sie immer disruptiv war, setze ich da jetzt und habe halt Angst.
00:36:24: Dass sich so viel ändert haben ganz viele.
00:36:27: was mache ich um da offen zu bleiben?
00:36:31: Ich meditiere ja viel und das eine Technik, dass man sich einen Wunsch-Szenario visualisiert also etwas, das genau so ist wie ich's gerne hätte damit es mir gut geht Und das ist, glaube ich, eine Technik die nicht umsonst in der Meditation angekommen ist.
00:36:53: Sondern das ist ja auch etwas was man in der Psychologie nutzt.
00:36:58: Was wir bei Brandeins auch seit von zwanzig Jahren nutzen.
00:37:00: Wir erzählen ja immer Geschichten des Gelingens.
00:37:04: Du findest bei uns nie eine Geschichte des Misslingens weil wir schon immer der Meinung waren dass es wichtig ist einen positiven Bezugspunkt in der Zukunft zu haben auf dem man sich richten kann, auf dem man den Blick richten können.
00:37:21: Und das wäre für mich das wichtigste Training dieses Transformationsmoskels, dass wir uns immer wieder überlegen was ist denn die positive Zukunft, die ich mir selber wünsche und an der ich gerne arbeiten möchte.
00:37:38: Es klingt ein bisschen profane ehrlich gesagt, wie so ein Bandtattoo aber
00:37:44: das
00:37:45: trägt uns tatsächlich durch jede Redaktionssitzung und das trägt mich persönlich auch, dann durch Zeiten wo ich mir denke ach kack schon wieder so ein Scheiß passiert.
00:37:55: Dann reg' ich mich auf und überlege mir dann okay was ist denn aber eigentlich das worauf ich hinarbeite unabhängig davon was jetzt gerade momentan passiert?
00:38:04: Also dass es meine so profane wie nützliche Antwort auf die Frage was den Transformationsmuskel unterstützt der gute Blick in eine positive Zukunft.
00:38:15: Lieber Holger, vielen Dank.
00:38:17: Danke euch!
00:38:18: Dankeschön und danken unseren Zuhörerinnen fürs
00:38:33: Zuhause.
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